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Anacamptis pyramidalis (L.) Rich.
     synonym: Orchis pyramidalis L.
Pyramiden-Spitzorchis, Pyramiden-Hundswurz, Orchidaceae - Orchideengwächse
Ende Vollfrühlingblüher, V–VII, 20–50 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Pyramiden-Spitzorchis tritt Südwesten Mitteleuropas zerstreut auf, ist ansonsten selten und fehlt im Norden fast gänzlich. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Sie besiedelt ausschließlich kalkhaltige Standorte auf submediterranen Rasen, Trockenwiesen und - säumen. Die Pflanzen bilden eine Blattrosette mit schmal lanzettlichen Laubblättern. Der Blütenstand ist dicht und vielblütig mit einfarbigen, leuchtend purpurroten Einzelblüten. Die seitlichen Perigonblätter sind abspreizend, die Lippe 3-lappig, am Grund mit 2 senkrechten Platten. Der lange, fadenförmige Sporn ist gleich lang oder länger als der Fruchtknoten.

Abb. 1 Blüten von Anacamptis pyramidalis. Die Sporne sind länger als die Fruchknoten. Auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O Abb. 2 Blütenstände von Anacamptis pyramidalis in einem submediterranen Halbtrockenrasen auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O

Abb. 3 Blütenstand von Anacamptis pyramidalis. Auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O Abb. 4 Blüten und beginnde Fruchtbildung von Anacamptis pyramidalis. Die Sporne sind länger als die Fruchknoten. Auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O

Abb. 5 Blühender bestabd von Anacamptis pyramidalis in einem submediterranen Halbtrockenrasen auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O Abb. 6 Laubblätter der Anacamptis pyramidalis am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O


Der Gattungsname Anacamptis Rich. leitet sich ab von gr. "anakamptos" (= umgekehrt, umgebogen), nach dem scheinbar umgekehrten Perigon mit der Lippe nach oben und dm Sporn nach unten. Das Epitheton pyramidalis stammt von lat. "pyramidalis" (= pyramidenförmig), nach der Form der Blütenstände.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Anacamptis pyramidalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/anacamptis-pyramidalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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