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Aquilegia vulgaris L.
Gewöhnliche Akelei, Ranunculaceae - Hahnenfußgewächse
Ende Vollfrühlingblüher, V–VII, 30–90 cm, mehrjährig (kurzlebig), sommergrün

Die Gewöhnliche Akelei tritt zerstreut in den Mittelgebirgen auf, während sich die Bestände im Flachland meist aus Gartenflüchtlingen aufbauen. Gerne werden kalkhaltige Standorte in lichten Laubwäldern, Gebüschen, Rasen, Wiesen und Wegesrändern besiedelt, aber auch auf frischen, leicht sauren, mullhaltigen Böden ist sie anzurtreffen. Bei starker Überschattung, häufiger Mahd oder Aufforstung mit Nadelwald gehen die Bestände zurück. Es sind mehrjährige, eher kurzlebige, staudige Pflanzen mit kräftigen, verzweigten Stängeln, meist 3–10-blütig und oben kahl. Die Laubblätter sind rundlich, doppelt 3-zählig, gestielt, unterseits meist behaart, grün. Die Blüten sind bis 5 cm im Durchmesser, 5-zählig, an bis zu 15 cm langen Stielen, nickend, mit hakigem Blütensporn, blauviolett oder selten rosa, purpurfarben oder weiß. Später bilden sich aufrecht stehende Balgfrüchte mit kleinen, schwarzen Samen.


Abb. 1 Blüte von Aquilegia vulgaris, Strunde-Tal, Bergisches Land, 24.05.2015, 163 m, 50° 59' 49 N, 07° 09' 38 O Abb. 2 Blüten von Aquilegia vulgaris an einem Gebüschsaum im Strunde-Tal, Bergisches Land, 24.05.2015, 155 m, 50° 59' 46 N, 07° 09' 33 O

Abb. 3 Blüten von Aquilegia vulgaris an einem Gebüschsaum im Strunde-Tal, Bergisches Land, 24.05.2015, 155 m, 50° 59' 46 N, 07° 09' 33 O Abb. 4 Doppelt 3-zählige Laubblätter der Aquilegia vulgaris, Strunde-Tal, Bergisches Land, 24.05.2015, 155 m, 50° 59' 46 N, 07° 09' 33 O

Abb. 5 Blüte von Aquilegia vulgaris, Strunde-Tal, Bergisches Land, 24.05.2015, 163 m, 50° 59' 49 N, 07° 09' 38 O


Der Gattungsname Aquilegia L. ist in seiner etymologischen Bedeutung unklar, möglich wären mehrere Ableitungen:
- aus lat. "aquilegus" (= wasserziehend) nach der füllhornähnlichen Form der Kelchblätter,
- aus lat. "aquila" (= Adler) nach der schnabelähnlichen Form der Nektarblätter,
- aus lat. "aculeus" (= Stachel) nach dem Kelchsporn,
- aus gr. "aglaia" (= Pracht) nach der Kelchfarbe ,
- oder auch aus gr. "agkylos" (= gekrümmt) nach der gekrümmten Form der Kelchsporne. 
Das Epitheton vulgaris stammt von lat. "vulgaris" (= allgemein bekannt, gewöhnlich).

In Gärten ist Aquilegia vulgaris eine schon lange kultivierte Art von der es zahlreiche Züchtungen und Sorten gibt. Früher wurden die Pflanzen im Arzneigarten verwendet, heute als Zierpflanze. Sie lieben einen halbschattigen Platz mit frischem Boden, gerne auf Kalk

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Aquilegia vulgaris. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/aquilegia-vulgaris.html am Tg.Mo.Jahr.

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