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Asplenium septentrionale (L.) Hoffm.
      synonym: Acropteris septentrionalis (L.) Link
                     Acrostichum septentrionale L.
                     Amesium sasaki Hayata
                     Amesium septentrionale (L.) Newman
                     Asplenium sasakii (Hayata) Makino & Nemoto
                     Asplenium caucasicum (Fraser-Jenk. & Lovis) Viane
Nördlicher Streifenfarn, Aspleniaceae - Streifenfarngewächse
10–15 cm, meist immergrün, mehrjährig

Der Nördliche Streifenfarn ist in Mitteleuropa zerstreut bis selten, lediglich in Rheinland-Pfalz verbreitet. Richtung Norden wird er selten oder fehlt ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch und umfasst zudem Nordamerika. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf Silikatgestein und Mauern; sie sind kalkmeidend. Das Rhizom ist kurz, kriechend, wenig verzweigt. Es ist ein kleiner, meist immergrüner Farn mit stark reduzierter Spreite, mit nicht gefiedert, sondern 1–3-fach gabelteilig ist, mit lineal-lanzettlichen, ledrigen, kahlen, 1–2 mm breiten Abschnitten. Unterseitig der Wedel finden sich die für Streifenfarne typischen, länglichen Sporangien (Sporen-Behälter).


Abb. 1 Asplenium septentrionale in Felsritzen der Bärenhöhle bei Winden, Leithagebirge, Österreich, 04.04.2017, 164 m, 47° 58' 06 N, 16° 45' 16 O Abb. 2 Vertrocknete Wedelspitzen von Asplenium septentrionale an der Bärenhöhle bei Winden, Leithagebirge, Österreich, 04.04.2017, 164 m, 47° 58' 06 N, 16° 45' 16 O


Der Gattungsname Asplenium leitet sich vom Milzfarn, dem Asplenium ceterach L., ab und stammt vom griechischen "splina" (= Milz). Wahrscheinlich ergibt sich der Name Milzfarn aus der (weitgehend ehemaligen) Nutzung bei Milzerkrankungen. Das Epitheton septentrionale stammt von lat. "septemtrionalis (= nördlich, arktisch) und setzt den Standort der Art in Relation zu anderen Arten der Gattung, der durchaus nördlicher und "kühler" ist.

For Asplenium septentrionale wählt man einen eher halbschattigen, feuchten und mineralischen Standort. Natürlicherweise bevorzugt er Felsstandorte mit neutralen oder alkalischen Böden, am besten im Alpinum auf Stein, in Fugen oder Ritzen. Auch zur Dekoration von Steinarrangements oder Mauerwerk ist der Nördliche Streifenfarn geeignet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Asplenium septentrionale. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/asplenium-septentrionale.html am Tg.Mo.Jahr.

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