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Banksia candolleana Meisn.
Candolles Banksie, Proteaceae - Proteagewächse, Silberbaumgewächse
Südsommerblüher, IV–VII, bis 130 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Banksiae candolleanae sind kleine Sträucher bis 1,3 m Höhe die aus dem Westen Australiens stammen, wo die Pflanzen in einem kleinen Gebiet an küstennahen Standorten wachsen. Bevorzugt findet man sie dort auf Sand, in Heidegesellschaften oder Buschland mit Jahresniederschlägen von 600–700 mm/a. An einigen Stellen treten sie häufig auf. Die Pflanzen bilden einen Lignotuber, aus dem meist zahlreichen Stämmchen entspringen. Anfangs sind die Zweige wollig behaart, später kahl. Die Laubblätter sind linear, bis 40 cm lang und mehr oder weniger bis zur Achse geteilt in zahlreiche dreieckige Lappen. Die Blütenstände stehen an kurzen Seitentrieben, sind breit oval, bis 11,5 cm lang und 7,5 cm breit, tragen gold-gelbe bis cremig grünliche Blüten. Alte Blütenstände verbleiben am Strauch. Später bilden sich 1–5, seltener bis zu 15 Follikel (Balgfrüchte) je Blütenstand. Sie sind bis 6,5 cm lang und 5 cm hoch, mit weicher und dicht wollig behaarter Oberfläche. Bei Feuereinwirkung springen sie auf und entlassen 3–6 cm lange, breit ovale, geflügelte Samen.


Abb. 1 Lineales Laubblatt von Banksia candolleana mit mehr oder weniger bis zur Mittelachse geteilten Lappen, Botanischer Garten Bonn, 05.10.2016 Abb. 2 Blütenstand der Banksia candolleana mit grünlich-gelben Einzelblüten, Botanischer Garten Bonn, 05.10.2016

Abb. 3 Noch nicht ganz entfalteter Blütenstand der Banksia candolleana, Botanischer Garten Bonn, 05.10.2016 Abb. 4 Unterseits sind die Laubblätter der Banksia candolleana wollig weiß, Botanischer Garten Bonn, 05.10.2016

Abb. 5 Sprossachse von Banksia candolleana mit den linealen Laubblättern, Botanischer Garten Bonn, 05.10.2016 Abb. 6 Lignotuber von Banksia candolleana mit zahlreichen Stämmchen und ruhenden Knosen, Botanischer Garten Bonn, 05.10.2016


Der Gattungsname Banksia L.  f. wurde zu Ehren des englischen Naturforschers Joseph Banks (1743–1820) etabliert. Das Epitheton candolleana wurde zu Ehren von Augustin-Pyrame de Candolle (1778–1841) etabliert, einem schweizer Botaniker; dessen Autorenkürzel ist DC.

Banksia candolleana ist eine ausgesprochen langsam wachsende Art, die niedrig strauchig wächst. Nach Feuern regenerieren die Pflanzen meist aus dem Lignotuber und tolerieren daher auch starken Rückschnitt. Die Frosttoleranz dürfte für Z 9 reichen und liegt bei –3 °C bis –5 °C. Zur Kultur siehe auch Banksien-Seite.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
George, A. S. 1987: The Banksia Book. – Kangaroo Press, Kenthurst, 240 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Banksia candolleana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/banksia-candolleana.html am Tg.Mo.Jahr.

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