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Banksia integrifolia L. f.
Ostküsten-Banksie, Proteaceae - Proteagewächse, Silberbaumgewächse
Südsommerblüher, I–VII, bis 25 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Ostküsten-Banksie stammt aus dem Südosten Australiens, wo die Pflanzen in den Dünen der Küsten und etwas landeinwärts entlang von Meeres- und Flussarmen wachsen. Es sind Regionen mit Niederschlägen von 800–1.200 mm/a. Die Pflanzen sind relativ schnell wachsend, meist aufrecht, bis 25 m Höhe, ohne Lignotuber, mit hellbrauner bis graubrauner, würfelförmig schilfernder Borke. Junge Zweige sind flaumhaarig später kahl. Die Laubblätter stehen terminal, in Quirlen zu 3–5, sind schmal elliptisch, meist ganzrandig, gelegentlich locker gezähnelt, 4–10 cm lang, dunkel grün und kahl oberseits, weiß und flaumhaarig bis wollig unterseits. Der Blütenstand erscheint gewöhnlich terminal, ist zylindrisch, bis 5–12 cm lang, trägt hellgelbe Blüten. Später bilden sich schmal elliptische, 7–15 mm lange Balgfrüchte.



Abb. 1 Ein hellgelber Blütenstand von Banksia integrifolia, Kübelpflanze im Botanischen Garten Düsseldorf, 04.09.2016 Abb. 2 Obere Laubkrone von Banksia integrifolia, Kübelpflanze im Botanischen Garten Düsseldorf, 04.09.2016

Abb. 3 Die Laubblätter von Banksia integrifolia stehen in Quirlen und sind meist granzrandig, Kübelpflanze im Botanischen Garten Düsseldorf, 04.09.2016 Abb. 4 Graubraune, in mosaikartigen Platten schilfernde Borke der Banksia integrifolia, Kübelpflanze im Botanischen Garten Düsseldorf, 04.09.2016

Abb. 5 Unterseits sind die Laubblätter von Banksia integrifolia weiß. Gelegentlich findet sich randständig eine grobe, unregelmäßige Zähnelung oder diese ist zu flachen Buchten reduziert. Kübelpflanze im Botanischen Garten Düsseldorf, 04.09.2016


Der Gattungsname Banksia L.  f. wurde zu Ehren des englischen Naturforschers Joseph Banks (1743–1820) etabliert. Das Epitheton integrifolia stammt von lat. "integer" (= unversehrt, ganz) und lat. "-folius" (= -blättrig), zu "ganzrandig", nach den ungeteilten und nicht gezähnelten Laubblättern.

Banksia integrifolia gehört zu den robusten Banksia-Arten und eignet sich gut für eine Kübelhaltung. Auch ex situ wachsen die Pflanzen flott, meist aufrecht und sind langlebig. Im Alter entwickelt sich ein kräftiger Stamm, wenngleich die Laubkrone dann eher schütter wird. Im Wind glitzern die weißen Blattunterseiten, ein hübscher Effekt. Die Art eignet sich gut für die Überwinterung im ventilierten, kalten Gewächshaus. Die Pflanzen vertragen moderaten Rückschnitt und können reaktiv gut aus schlafenden Knospen am Stamm regenerieren, obwohl sie keinen Lignotuber haben. Regelmäßiger leichter Rückschnitt ist ratsam, damit die Pflanzen kompakt bleiben. Die Frosttoleranz dürfte nach Berichten auch England etwa –10°C betragen. Zur Kultur siehe auch Banksien-Seite.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
George, A. S. 1987: The Banksia Book. – Kangaroo Press, Kenthurst, 240 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Banksia integrifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/banksia-integrifolia.html am Tg.Mo.Jahr.

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