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Banksia oblongifolia Cav.
Länglichblättrige Banksie, Proteaceae - Proteagewächse, Silberbaumgewächse
Südherbstblüher, III–VI, bis 3 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Länglichblättrige Banksie stammt aus dem Osten Australiens, wo die Pflanzen in Küstennähe in sandigem Lehm oder schlammigen Böden an Rändern von Sümpfen oder Feuchtgebieten wachsen. Meist findet man die Pflanzen in hohem Buschland (Wallum) oder lichten Wäldern, gelegentlich auf Granit oder Sandstein. Es sind Regionen mit relativ hohen Jahresniederschlägen mit 800–1.200 mm/a. Banksia oblongifolia ist eine kleine, strauchige Banksie bis etwa 3 m Höhe. Sie hat einen Lignotuber und regeneriert sich meist nach Feuern aus eben diesem. Juneg Triebe sind dicht wollig, rötlich, später grau. Die Borke ist weich und grau-braun. Die länglich ovalen Laubblätter stehen locker an den Zweigen, sind 5–8 cm lang, 1,5–2 cm breit, gesägt mit 1–2 mm langen Zähnen, an den Rändern leicht eingerollt, unterseits wollig, oberseits anfangs rostfarben wollig, später kahl. Die Blütenstände stehen terminal, sind zylindrisch, 5–15 cm lang, 5–6 cm breit, mit blassgelben Einzelblüten, die einen mit blaugrauen Schimmer haben. Die Griffel sind cremegelb. Später bilden sich reichlich Balgfrüchte, die 10–18 mm lang sind und schmal elliptisch.

Die Art ist sehr feuertolerant, da sie schon als Jungpflanze einen großen, meist rundlichen Lignotuber bildet, aus dem die Pflanze wieder austreiben kann. Trotz des küstennahen Standortes verträgt sie kurzfristig leichte Fröste und ist relativ robust in Bezug auf Pilzerkrankungen.


Abb. 1 Etwa 3-jährige Topfpflanze 40–50 cm von Banksia oblongifolia im 1L-Topf, Privatgarten, 03.08.2014 Abb. 2 Typische Blattform mit deutlich gesägtem Rand bei Banksia oblongifolia, Privatgarten, 03.08.2014

Abb. 3 Der bizarre Lignotuber von Banksia oblongifolia ist bedeckt von zahlreichen ruhenden Knospen, Privatgarten, 03.08.2014 Abb. 4 Gelbrötliche, behaarte Sprossknospe der Banksia oblongifolia im Vollfrühling beim Austrieb, Privatgarten

Abb. 5 Länglich ovale und gesägte Laubblätter von Banksia oblongifolia, Privatgarten


Der Gattungsname Banksia L.  f. wurde zu Ehren des englischen Naturforschers Joseph Banks (1743–1820) etabliert. Das Epitheton oblongifolia bezieht sich auf die Form der Blätter, lat. "oblongus" (= länglich) und lat. "-folius" (= -blättrig).

Banksia oblongifolia ist eine selten kultivierte, robuste Art, die sich gut für die Kübelhaltung eignet und eine Überwinterung im ventilierten, kalten Gewächshaus toleriert. Es Ist eine Banksie mit gut ausgebildetem Lignotuber, der sich schon bei jungen Pflanzen zeigt und ein typisches Merkmal vieler Banksien ist - mithin also in Muss für den Liebhaber exotischer und besonders australischer Pflanzen. Die Frosttoleranz dürfte für Z 9 reichen und liegt bei –1 °C bis –4 °C. Zur Kultur siehe auch Banksien-Seite.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
George, A. S. 1987: The Banksia Book. – Kangaroo Press, Kenthurst, 240 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Banksia oblongifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/banksia-oblongifolia.html am Tg.Mo.Jahr.

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