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Banksia serrata L. f.
Sägeblatt Banksie, Proteaceae - Proteagewächse, Silberbaumgewächse
Südfrühling- bis -sommerblüher, I–VI, bis 16 m hoch, immergrün, mehrjährig

Relativ große Banksie aus dem Südosten Australiens, wo sie küstennah in den Sanddünen, aber auch im Buschland der Blue Mountains auf Sandstein wächst. Sie erreicht an freien Standorten eine Höhe bis 16 m, in der Strauchschicht von Wäldern bleibt sie kleiner. Manche Ökotypen wachsen nur strauchartig. Ausgesprochen dekorativ ist die cremegelbe Blüte, seltener kupfer-gelb. Entsprechend ihrer Herkunft sollte sie geringe Fröste tolerieren und starken Rückschnitt vertragen. Nach Feuern regeneriert sie aus Augen oberhalb des Lignotubers am Stamm.

Neben der guten Regenerationsfähigkeit hat die Art auch kaum Probleme mit Pilzinfektionen, die für manche der anderen Banksiae ein limitierender Faktor in der Kultur in unsere Breitengraden sind. Erfahrungsgemäß wird selbst starker Rückschnitt gut toleriert und schwere Borkenschäden werden effektiv überwallt.


Abb. 1 Etwa 3-jährige Topfpflanze 40–50 cm von Banksia serrata im 1L-Topf in einem Privatgarten, 03.08.2014 Abb. 2 Schon Sämlinge der Banksia serrata zeigen das gesägte Blatt, welches noch leicht flaumig behaart ist, später oberseits kahl. Privatgarten

Abb. 3 Rötlicher Neuaustrieb der Laubblätter von Banksia serrata im Sommer, Privatgarten, 03.08.2014 Abb. 4 Sprossaugen an der Borke von Banksia serrata oberhalb des Lignotubers, Privatgarten, 03.08.2014

Abb. 5 Dekorativer Neuaustrieb von Banksia serrata im Sommer. Die anfänglich kastanienbraunen Laubblätter verfärben sich später grün, Privatgarten Abb. 6 Banksia serrata, typisches, unregelmäßig gesägtes und ausgehärtetes Laubblatt, Privatgarten

Abb. 7 Banksia serrata-Blütenstand im noch nicht ganz voll entwickelten Zustand. Gewächshaus des Botanischen Gartens Düsseldorf, 01.07.2007 Abb. 8 Der graue und wulstige Lignotuber der Banksia serrata, Topfpflanze in einem Privatgarten, 21.01.2015

Abb. 9 Sprossachse mit Laubblättern von Banksia serrata, Gewächshaus in einem Privatgarten, 21.01.2015 Abb. 10 Blütenstand von Banksia serrata kurz noch der Vollblüte, wenn er bräunlich wird und zu vertrocknen bginnt. Botanischer Garten Bochum, 29.05.2016

Abb. 11 Fruchtstandsachse mit einer ungeöffneten Fruchtkapsel von Banksia serrata, links daneben frisch austreibenden Blütenstand, Botanischer Garten Düsseldorf, 25.05.2016 Abb. 12 Graubraune, wulstige Borke der Banksia serrata, Kübelpflanze in einem Privatgarten, 21.01.2015

Abb. 13 Kupfer-gelber Bütenstand von Banksia serrata im Spätsommer wie in Abb. 11, Botanischer Garten Düsseldorf, 04.09.2016 Abb. 14 Laubblattkrone von Banksia serrata im Botanischen Garten Düsseldorf, 04.09.2016

Abb. 15 Die elliptische Kapselfrucht von Banksia serrata, wie in Abb. 11, Botanischer Garten Düsseldorf, 04.09.2016 Abb. 16 Großer, nur etwa 9 Jahre alter Baum der Banksia serrata mit reichlich Blütenbildung im Botanischen Garten Bonn, 07.09.2016

Abb. 17 Einer der ältesten Bäume der Banksia serrata (etwa 25 Jahre) im Botanischen Garten Bonn, 07.09.2016 Abb. 18 Frische Borke der Banksia serrata ist hellbraun, später wird diese grau, Botanischer Garten Bonn, 07.09.2016

Abb. 19 Neue und ältere Blütenstände von Banksia serrata im Botanischen Garten Bonn, 07.09.2016 Abb. 20 Voll aufgeblühter, gelblicher Blütenstand der Banksia serrata. Botanischer Garten Bonn, 07.09.2016


Der Gattungsname Banksia L.  f. wurde zu Ehren des englischen Naturforschers Joseph Banks (1743–1820) etabliert. Das Epitheton serrata bezieht sich auf die Ränder der Blätter, lat. "serratus" (= gesägt).

Banksia serrata ist eine ausgesprochen robuste Art, womöglich die am besten für eine Kultur in Mitteleuropa geeignete. Sie lässt sich gut im Topf halten. Die Überwinterung im ventilierten, kalten Gewächshaus wird meist klaglos toleriert. Es gibt Ökotypen, die lsangsam wachsen und im Topf strauchartig bleiben. Die spektakuläre Blüte und der ungewöhnlich kompakte und dichte Wuchs sind ein Kennzeichen dieser Art, trotz der möglichen Baumgröße an manchen Standorten in der Natur - kurzum: ein Muss für den Liebhaber exotischer und besonders australischer Pflanzen. Die Frosttoleranz dürfte für Z 9 reichen und liegt bei –3 °C bis –5 °C. Zur Kultur siehe auch Banksien-Seite.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
George, A. S. 1987: The Banksia Book. – Kangaroo Press, Kenthurst, 240 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Banksia serrata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/banksia-serrata.html am Tg.Mo.Jahr.

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