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Bryonia dioica Jacq.
Rotfrüchtige Zaunrübe, Cucurbitaceae - Kürbisgewächse
Frühling-, Sommerblüher, VI–IX, 2–4 m lang, sommergrün, mehrjährig

Die Rotfrüchtige Zaunrübe ist in Mitteleuropa mäßig häufig, tritt bevorzugt im Süden und Westen auf, wird nach Norden und Osten selten, wo sie - insbesondere im Osten - durch die Schwarzfrüchtige Zaunrübe, Bryonia alba L., ersetzt wird. Das Verbeitungsgebiet reicht bis nach Asien. In Nordeuropa ist sie mancherorts ein Neophyt. Bevorzugt werden stickstoffreiche Säume, Hecken und die Ränder unbefestigter Wege besiedelt. Die Pflanzen sind lianenartig wachsend, mit kletternden, verzweigenden Stängeln, die sich mittels korkenzieherartigen Ranken verankern. Die Wurzel ist rübenartig verdickt. Stängel, Laubblätter und Blüten sind behaart. Die Laubblätter sind handförmig gelappt, im Umriss variabel, bis 10 cm groß. Es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Die Blüten der weiblichen Pflanzen sind 10–12 mm im Durchmesser, mit verkümmerten Staubblattresten. Männliche Blüten sind größer, 12–18 mm im Duchmesser. Später bilden sich rundliche Beeren, erst grün, bei Reife rot.


Abb. 1 Laubblatt der Bryonia dioica am Wegesrand in den Weinbergen bei Dorsheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 157 m, 49° 55' 54 N, 07° 52' 39 O Abb. 2 Männliche Blüte von Bryonia dioica in den Weinbergen bei Dorsheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 157 m, 49° 55' 54 N, 07° 52' 39 O


Abb. 3 Rankende Pflanze der Bryonia dioica am Wegesrand in den Weinbergen bei Dorsheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 157 m, 49° 55' 54 N, 07° 52' 39 O Abb. 4 Endstänige Ranke der Bryonia dioica, Weinberge bei Dorsheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 157 m, 49° 55' 54 N, 07° 52' 39 O


Der Gattungsname Bryonia L. leitet sich ab von gr. "bryein" (= üppig sprossen), zu lat. "bryonia" (= Zaunrübe). Das Epitheton dioica stammt von gr. "dioicus" (= zweihäusig), da die Art zweihäusig ist.

Die Rotfrüchtige Zaunrübe ist eine interessante Pflanze für den Garten, da sie lianenartig wächst und im Herbst mit roten Beeren imponiert. Die Pflanzen sind giftig.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Bryonia dioica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/bryonia-dioica.html am Tg.Mo.Jahr.

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