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Bupleurum falcatum L.
  synonym: Bupleurum rossicum Woronow
Sichel-Hasenohr, Sichelblättriges Hasenohr, Apiaceae - Doldenblütler
Hochsommerblüher, VII–IX, 20–100 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Das Sichelblättrige Hasenohr tritt in Mitteleuropa verbreitet in den Kalkgebieten auf, ansonsten zerstreut bis selten. Richtung Norden fehlt es größtenteils. Das Verbreitungsgebiet reicht von Mittel- und Südeuropa bis nach Asien. Bevorzugt siedelt es auf Trockenfluren, an warmen und kalkhaltigen Säumen oder entlang von unbefestigten Verkehrswegen. Die Pflanzen sind ästig verzweigt, kahl, am Grund fast ohne abgestorbene Blätter. Die Blätter sind 5–7-nervig, mit Zwischennerven, sitzend, die oberen lanzettlich, die unteren länglich elliptisch. Die Blütendolden sind 3–12-strahlig, gelblich. Hüllblätter sind lanzettlich (Hüllblätter sind bei Doldenblütler die Hochblätter direkt unterhalb des Blütenstandes, Hüllchenblätter jene unterhalb der Teildolden = Döldchen). Hüllchenblätter unterhalb der Döldchen sind ebenfalls lanzettlich. Später bilden sich 3–5 mm lange, kahle und gerippte Früchte.

Der Gattungsname Bupleurum L. leitet sich ab von gr. "bous" (= Rind) und gr. "pleuron" (= Rippe), zu Ochsenrippe, als Referenz auf die ganzrandigen, parallelnervigen Laubblätter der Gattung, die einer Rippe ähneln. Das Epitheton falcatum stammt von lat. "falcatus" (= sichelförmig gebogen) und beschreibt die Form der Laubblätter.zugrunde.

Das Sichelblättrige Hasenohr ist eine hübsche Staude für den sonnigen und warmen Standort im Garten. Mediterranes Design, Yucca- oder Steingarten wären attraktive Einsatzorte. Ideal ist ein trockener, kalkhaltiger Standort.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Bupleurum falcatum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/bupleurum-falcatum.html am Tg.Mo.Jahr.

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