Startseite

Camellia japonica L.
Kamelie, Theaceae - Teebaumgewächse
Frühlingblüher, III–V, 0,5–15 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Kamelie stammt aus dem fernasiatischen Raum: China, Japan und Korea. Es sind Sträucher oder Bäume bis 15 m Höhe mit breit elliptischen, glänzenden, gestielten und leicht gesägten Blättern bis 10,5 cm Größe. Die Rinde der Zweige ist weich, rostbraun bis rötlich und gelb. Hervorstechendes Merkmal der Kamelien sind die Blüten. Sie stehen zu 1–2 terminal an den Trieben. Es gibt sie in zahllosen Kultivaren, die sich im Blühzeitpunkt, der Farbe, Form und Blühdauer unterscheiden. Später bilden sich rundliche Kapselfrüchte, die 1–2 Samen enthalten.



Abb. 1 Prächtige, leuchtend rote Blüte der Camellia japonica 'Tristrem Carlyon' in einem Privatgarten Abb. 2 Gesägtes, breit elliptisches und glänzendes Blatt der Camellia japonica, Privatgarten, 20.08.2014

Abb. 3 Rein weiß und gefüllt blühende, unbekannte Sorte der Camellia japonica, Privatgarten, 30.08.2003 Abb. 4 Etwa 4-jährige Containerpflanze der Camellia japonica, 30–40 cm im 1,0L-Topf

Abb. 5 Rundliche, braun-grüne und kahle Frucht der Camellia japonica am Ende des Sommers Gruga-Park Essen, 11.09.2016 Abb. 6 Auch die Früchte der Camellia japonica können zum Ende des Sommers durchaus dekorativ sein. Japanischer Garten Leverkusen, 02.10.2016

Abb. 7 Bestand der Schusterpalme, Aspidistra elatior Blume, zusammen mit einem spontan aufgekommenen Sämling der Camellia japonica im Botanischen Garten Köln, 07.12.2016


Der Gattungsname Camellia L. wurde zu Ehren des deutsch-tschechischen Botanikers Georg Joseph Kamel (1661–1706) etabliert, die Art wohl als erstes nach Europa einführte. Das Epitheton japonica beschreibt den Naturstandort der Art.

Camellia japonica ist ein sehr schöner, immergrüner Strauch oder kleiner Baum für schattige bis halbschattige Standorte. Blütezeit bei ausgepflanzten Exemplaren Ende Februar bis Anfang Mai, je nach Region und Wetter. Als genereller Schutz sollte der Boden gemulcht werden, in kalten Regionen eventuell mit Vlies umwickeln. Der Boden darf neutral bis sauer sein. Nicht alle Sorten sind gleich winterhart. Es gibt welche, die nur wenige Fröste aushalten, andere wiederum sind problemlos hart. Hier ist sicherlich noch viel Terrain zum ausprobieren.

Sorten: 'Nikisi Kerin'           kräftig rote Blüte mit hell weißer Panaschierung
           'Campbelli'             doppelt gefüllte, rote Blüte mit langen Staubfäden
           'Tristrem Carlyon'    doppelt gefüllte, rote, päonien-ähnliche Blüte
           'Sintra'                   Sämling einer rosa blühenden Kulturform aus Sintra, Portugal. Winterhärte bisher nicht erprobt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Camellia japonica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/camellia-japonica.html am Tg.Mo.Jahr.

© Tropengarten

info@tropengarten.de