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Campanula patula L.
Wiesen-Glockenblume, Campanulaceae - Glockenblumengewächse
Beginn Frühsommerblüher, VI–VIII, 20–50 cm hoch, sommergrün, zwei-(mehr-)jährig

Die Wiesen-Glockenblume ist in Mitteleuropa mäßig häufig und siedelt aus Halbtrockenrasen, Feuchtwiesen und unter lichten Strauchgesellschaften. Nach Nordwesten wird sie selten. Das Verbreitungsgebiet reicht von Europa bis ins östliche Russland. Die Pflanzen haben aufrechte, kantige und kahle Stängel. Grund- und Stängelblätter sind ausdauernd, verkehrt eiförmig und gestielt. Typisch sind die langästigen, locker aufgebauten, doldigen Blütenstände. Die Blüten sind bis 2,5 cm lang, trichterförmig, gestielt, rötlich lila, dezent längsgestreift, mit bis zur Hälfte eingeschnittenen Blütenkrone. Die seitlichen Blütenstiele haben 2 Hochblätter. Später bilden sich eiförmige Kapselfrüchte.




Abb. 1 Blüten der Campanula patula mit dezenter lila-blauer Streifung der Kronblätter, im NSG Dulbaum an der A 5 bei Alsbach, Hessen, 11.09.2015, 94 m, 49° 44' 57 N, 08° 35' 21 O Abb. 2 Fünfzählige Blüten der Campanula patula, NSG Dulbaum an der A 5 bei Alsbach, Hessen, 11.09.2015, 94 m, 49° 44' 57 N, 08° 35' 21 O


Abb. 3 Blüte der Campanula patula im NSG Dulbaum an der A 5 bei Alsbach, Hessen, 11.09.2015, 94 m, 49° 44' 57 N, 08° 35' 21 O Abb. 4 Locker aufgebauter Blütenstand der Campanula patula. Das NSG Dulbaum bei Alsbach ist ein trockener Standort mit subpannonischem Trockenrasen, Hessen, 11.09.2015, 94 m, 49° 44' 57 N, 08° 35' 21 O


Abb. 5 Die Grundblätter von Campanula patula sind ausdauernd und verwelken meist nicht zur Blüte, mit NSG Dulbaum an der A 5 bei Alsbach, Hessen, 11.09.2015, 94 m, 49° 44' 57 N, 08° 35' 21 O



Der Gattungsname Campanula L. leitet sich von lat. "campana" (= Glocke) ab und beschreibt die Form der Blüte. Das Epitheton patula stammt von lat. "patulus" (= breit ausladend) und beschreibt wohl den locker rispigen Blütenstand.

Campanula patula ist eine dekorative, zierliche Sommerstaude für den warmen und sonnigen Standort im Steingarten oder dem Alpinum. Die Pflanzen lieben einen vollsonnigen Standort, eher mager, leicht sauer als auch leicht kalkhaltig.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Campanula patula. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/campanula-patula.html am Tg.Mo.Jahr.

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