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Campanula persicifolia L.
Pfirsichblättrige Glockenblume, Campanulaceae - Glockenblumengewächse
Sommerblüher, VI–IX, 30–80 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Pfirsichblättrige Glockenblume tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf, Richtung Norden wird sie selten oder fehlt ganz. Bevorzugt besiedelt sie Mischwälder (auch an schattigen Stellen), Strauchgesellschaften oder Halbtrockenrasen, meist auf basen- oder kalkhaltigen Böden. Die Pflanzen sind immergrün, bilden unterirdische Ausläufer und niederliegende Sprosse können bewurzeln. Die Grundblätter sind schmal lanzettlich bis verkehrt eiförmig und gestielt, während sich die oberen Stängelblätter lineal-lanzettlich und sitzend zeigen. Der Blütenstand ist eine 3–8-blütige Traube. Die Blüten sind 5-teilig, 2,5–4 cm lang und breit, weit glockig, hellblau, selten weiß, mit lanzettlichen Kelchzipfeln, die bei Fruchtreife abstehen.




Abb. 1 Blühende Pflanzen von Campanula persicifolia am Rheindamm bei Düsseldorf-Volmerswerth, 23.08.2009, 35 m, 51° 11' 18 N, 06° 44' 20 O Abb. 2 Blüte der Campanula persicifolia an einem thermophilen Saum im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 10.08.2016, 441 m, 50° 30' 47 N, 06° 36' 19 O

Abb. 3 Noch unreife Früchte von Campanula persicifolia an einem thermophilen Saum im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 03.08.2016, 440 m, 50° 30' 45 N, 06° 36' 09 O Abb. 4 Die lanzettlichen Kelchblätter von Campanula persicifolia, thermophiler Saum im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 10.08.2016, 441 m, 50° 30' 47 N, 06° 36' 19 O


Abb. 5 Blüte der Campanula persicifolia im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 09.09.2015, 451 m, 50° 30' 46 N, 06° 35' 22 O Abb. 6 Laubblatt der Campanula persicifolia im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 09.09.2015, 451 m, 50° 30' 46 N, 06° 35' 22 O

Abb. 7 Bis in den Blütenstand sind die Laubblätter der Campanula persicifolia gleichmäßig verteilt. Laubmischwald im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 09.09.2015, 451 m, 50° 30' 46 N, 06° 35' 22 O Abb. 8 Wenigblütiger Blütenstand der Campanula persicifolia. Laubmischwald im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 09.09.2015, 451 m, 50° 30' 46 N, 06° 35' 22 O

Abb. 9 Kriechendes Rhizom der Campanula persicifolia, Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 26.09.2015, 450 m, 50° 30' 46 N, 06° 35' 20 O Abb. 10 Zahlreiche Sämlinge der Campanula persicifolia mit verkehrt eiförmigen Grundblättern, halbschattiger Strauchsaum im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 26.09.2015, 437 m, 50° 30' 46 N, 06° 35' 05 O

Der Gattungsname Campanula L. leitet sich von lat. "campana" (= Glocke) ab und beschreibt die Form der Blüte. Das Epitheton persicifolia stammt von gr. "persikoi" (= Pfirsich) und lat. "folius" (= -blättrig), zu "pfirsichblättrig", nach der Form der Laubblätter, die entfernt an die Pfirsichblätter erinnern.

Campanulae persicifoliae sind hübsche Sommerblüher mit attraktiven, blauen Blüten. Es gibt Züchtungen,.die wesentlich reichblütiger und größer werden als die gewöhnlich in Naturbeständen wachsenden Pflanzen. Die Art verträgt Schatten, Sonne und mäßig feuchten Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Campanula persicifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/campanula-persicifolia.html am Tg.Mo.Jahr.

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