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Centaurea montana L.
   synonym: Cyanus montanus (L.) Hill
Berg-Flockenblume, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Ende Vollfrühling bis Herbstblüher, V–X, 30–70(–100) cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Berg-Flockenblume ist in Mitteleuropa mäßig häufig und findet sich in (sub-)montanen bis alpinen Regionen der Mittelgebirge und Alpen, kommt durch menschliche Aktivitäten zudem im Flachland vor, wo sie als Gartenflüchtlinge auftritt oder sich entlang von Straßen verbreitet. In den Bergen bevorzugen die Pflanzen offene, eher trockenere Wiesen, Staudenfluren, Waldsäume oder Fettweiden. Die Pflanzen sind innerhalb der teilweise schwierigen Gattung Centaurea L. relativ einfach zu identifizieren, da die Blätter deutlich in den Stängel verlängert sind und dieser daher geflügelt ist. Die Blätter sind ganzrandig, eiförmig, unterseits filzig. Frische Stängel und Blätter haben manchmal spinnwebartige Haare. Die Blütenhülle, das rundlich eiförmige Organ unterhalb der Krone, ist von Hüllblättern mit deutlich schwarzem Rand bedeckt, deren Fransen wimperartig und so lang wie der schwarze Rand breit sind. Die strahligen Randblüten sind tiefblau, die Innenblüten rot.



Abb. 1 Blüte der Centaurea montana mit den strahligen, tiefblauen Randblüten auf einer Wiese oberhalb von Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.611 m, 46° 39' 01 N 08° 03' 00 O Abb. 2 Besucher auf der Blüte der Centaurea montana, Wegesrand oberhalb von Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.668 m, 46° 39' 02 N 08° 02' 53 O

Abb. 3 Centaurea montana wie Abb. 2, Wegrand in Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.668 m, 46° 39' 02 N 08° 02' 53 O Abb. 4 Blütenknopse der Centaurea montana mit den gut erkennbaren Hüllbätten und der spinnwebartigen Behaarung, Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.947 m, 46° 39' 14 N 08° 02' 42 O

Abb. 5 Bei Centaurea montana bilden die Hüllblätter unterhalb der Krone ein schwarz-grünes Muster. Wegesrand oberhalb von Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.668 m, 46° 39' 02 N 08° 02' 53 O Abb. 6 Rote Innenblüten und tiefblaue Randblüten bei Centaurea montana, Wegesrand oberhalb von Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.668 m, 46° 39' 02 N 08° 02' 53 O

Abb. 7 Blütenknopse der Centaurea montana, Wiese in Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.635 m, 46° 38' 58 N 08° 03' 10 O Abb. 8 Geflügelter Stängel der Centaurea montana durch die verlängerten, herablaufenden Laubblätter, Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 1.611 m, 46° 39' 01 N 08° 03' 00 O

Der Gattungsname Centaurea leitet sich von gr. "Kentaureios" (= Kentauren, pferdegestaltige, heilkundige Bergbewohner), was auf den arzneilichen Gebrauch der Gattung hinweist und die selbe etymologische Wurzel wie die Gattung der Tausendgüldenkräuter, Centaurium Hill., hat. Das Epitheton montana stammt von lat. "montanus" (= Berg-) und beschreibt den Standort der Art.

Berg-Flockenblumen sind dekorative Stauden mit attraktiven, farbenfrohen Blüten und werden schon lange in den Gärten kultiviert. Passende Standorte sind alpine Pflanzungen, Steingärten, Staudenbeete oder auch Yuccaarrangements. Die Pflanzen sollten sonnig und offen stehen, ideal ist ein kalkhaltiger Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Centaurea montana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/centaurea-montana.html am Tg.Mo.Jahr.

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