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Cerastium arvense L.
Acker-Hornkraut, Caryophyllaceae - Nelkengewächse
Beginn Vollfrühlingblüher, IV–VIII, 05–30 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Acker-Hornkraut ist in Mitteleuropa häufig und tritt in fast allen Bundesländen verbreitet auf. Es besiedelt Ruderalstandorte an Wegesrändern, Böschungen und älterem Mauerwerk, sowie in Trockenrasen, Fels- und Schuttgesellschaften. Es sind immergrüne, locker rasig und aufsteigend wachsende Pflanzen, die flaumig behaart und drüsig oder fast kahl sein können. Sie bilden unter- und oberirdische Ausläufer, sowie Legtriebe. Die Laubblätter sind bis 4,5 cm lang, lineal-lanzettlich, weich und oberseits meist behaart. Nichtblühende Triebe wachsen meist gestreckt und niederliegend, während blühende aufsteigend sind. Die Blüten erscheinen vom Vollfrühling bis in den Hochsommer hinein, haben 5 weiße, 11–15 mm lange, bis fast zur Hälfte geteilte Kronblätter, die kürzer als die grünen, 5–7 mm langen Kelchblätter sind. Später bilden sich walzenförmige Kapselfrüchte mit 6 Kapselzähnen, die 1–2 mal länger als der Kelch sind.


Abb. 1 Niederliegende, nicht blühende Sprossachsen des Cerastium arvense an einem Wegesrand auf der Büdericher Insel, Wesel, 30.04.2016, 23 m, 51° 38' 39 N, 06° 36' 34 O Abb. 2 Aufsteigende, blühende Sprossachsen des Cerastium arvense, Wegesrand auf der Büdericher Insel, Wesel, 30.04.2016, 23 m, 51° 38' 39 N, 06° 36' 34 O

Abb. 3 Polsterartig wachsende Pflanze des Cerastium arvense auf Schotter am Wegesrand auf der Büdericher Insel, Wesel, 30.04.2016, 22 m, 51° 38' 41 N, 06° 36' 44 O Abb. 4 Blüten des Cerastium arvense, Wegesrand auf der Büdericher Insel, Wesel, 30.04.2016, 23 m, 51° 38' 39 N, 06° 36' 34 O

Abb. 5 Oberseits sind die Blätter und die Stängel beim Cerastium arvense behaart, Ruderalstandort auf der Büdericher Insel, Wesel, 30.04.2016, 23 m, 51° 38' 39 N, 06° 36' 32 O

Der Gattungsname Cerastium L. leidet sich ab von gr. "kerastes" (= gehörnt) und beschreibt die hornförmig aus dem Kelch heraus ragenden Früchte. Das Epitheton arvensis stammt von lat. "arva" (= Ackerland) und beschreibt einen der bevorzugten Wuchsorte der Art, gleichwohl diese häufiger an ruderalen und trockenen Standorten auftritt.

Bei den Hornkräutern sind die Kronblätter höchstens bis zu Mitte gespalten, während bei den ähnlichen Sternmieren, Stellaria L., die Kronblätter fast bis zum Grund 2-teilig sind oder fehlen, lediglich bei Stellaria holostea L. sind sie ebenfalls bis zur Hälfte geteilt. Die Kronen der Sternmieren sehen scheinbar "sternenförmig" 10-teilig aus. Die Kapseln der Hornkräuter sind walzenförmig und öffnen sich meist mit 6 Zähnen, während jene der Sternmieren kugelig bis eiförmig sind und sich 6-klappig öffnen.

Cerastium arvense sind Pflanzen, welche womöglich im einen oder anderen Garten spontan aufgetreten sind. Mancherorts werden sie als Unkräuter empfunden und entfernt. Im naturnahen Garten wäre ein Anbau reizvoll.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Cerastium arvense. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cerastium-arvense.html am Tg.Mo.Jahr.

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