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Chrysosplenium macrophyllum Oliv.
Großblättriges Milzkraut, Saxifragaceae - Steinbrechgewächse
Frühlingblüher, I–IV, 05–20 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Großblättrige Milzkraut stammt aus China und siedelt dort als Schattenpflanze in den Wäldern, an schattigen und feuchten Plätzen, entlang von Bächen in Höhen von 1.000–2.200 m. Es sind immergrüne Pflanzen mit kurzen, braunen Stämmchen und großen, bis 19 cm langen, glattrandigen, gestielten, ledrigen Blättern. Die Pflanzen breiten sich langsam über Absenker aus. Die Blüten erscheinen je nach Witterung schon im Januar, sind anfänglich weiß, später rötlich, mit Staubbeuteln, die deutlich über die Kronblättern hinausragen.

Abb. 1 Blüten des Chrysosplenium macrophyllum, 14.03.2015, Privatgarten Abb. 2 Blätter und Blüten des Chrysosplenium macrophyllum im Palmengarten Frankfurt, 25.01.2015

Abb. 3 Hübscher Bestand des Chrysosplenium macrophyllum in einem Privatgarten in Rheinstetten, 14.03.2015 Abb. 4 Großer Bestand des Chrysosplenium macrophyllum nach dem Winter im Palmengarten Frankfurt, 22.05.2015

Abb. 5 Junge Topfpflanze des Chrysosplenium macrophyllum im 1L-Topf


Der Gattungsname Chrysosplenium setzt sich zusammen aus gr. "chrysos" (= gelb, Gold) und gr. "splen" (= Milz), was sich auf die Farbe der Blüten und wahrscheinlich die milzförmigen Stängelblätter bezieht. Der von Linné etablierte Gattungsname bezieht sich auf botanische Merkmale und nicht auf die Verwendung als Mittel gegen Milzsucht. Genaust (2012) verweist auf die geograpische Verbreitung des Genus Chrysosplenium und die ethnobotanische Nutzung von Mitteln gegen Milzsucht, siehe auch C. alternifolium. Das Art-Epitheton macrophyllum beschreibt die ungewöhnlich großen Laubblätter innerhalb der Gattung: gr. "makros" (= groß) und gr. "phyllon" (= Blatt).

Chrysosplenium macrophyllum ist ein sehr dankbarer, immergrüner Exot für schattige und feuchte Stellen im Garten. Die Pflanzen sind ausgesprochen robust und dürften problemlos bis Z 7a winterhart sein. Im Laufe der Jahre breiten sich die Pflanzen langsam über Absenker aus und können als Bodendecker für schwierige Stellen gesetzt werden. Damit aber nicht genug. In milden Wintern blühen die Pflanzen schon im Januar und bringen "Licht" in den winterlichen Garten. Ein unschätzbar wertvolles Gestaltungselement. Standort schattig bis halbschattig, auch halbtags sonnig möglich. Boden leicht kalkhaltig bis leicht sauer, leicht feucht und humos.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Chrysosplenium macrophyllum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/chrysosplenium-macrophyllum.html am Tg.Mo.Jahr.

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