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Corydalis malkensis Galushko
Weißer Kaukasus-Lerchensporn, Malka-Lerchensporn, Papaveraceae - Mohngewächse
Erstfrühlingblüher, II–IV, 05–20 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Der Weiße Kaukasus-Lerchensporn stammt aus dem russischen Nordkaukasus, wo die Pflanzen in den Wäldern der Vorgebirge wachsen. Es sind niedrige, ausdauernde Stauden, die ähnlich der einheimischen Corydalis solida L. zum Sommer hin einziehen, wenn die Lichtmenge am Waldboden geringer wird. Die Pflanzen überdauern als kräftige, kugelige Knolle, aus denen im Frühjahr unverzweigte, kahle Stängel mit einem schuppigen Niederblatt wachsen. Die Laubblätter sind hellgrün, doppelt 3-teilig mit stumpfen, eiförmigen Abschnitten. Die Tragblätter sind ungeteilt, ganzrandig. Die Blütenstände sind traubig und tragen 10 oder mehr reinweiße bis cremefarbene Blütenkronen, die in der Anthese grünlich gelb sind und deutlich breitere Endabschnitte der Ober- und Unterlippen haben als C. solida. Die Sporne der Blütenkronen sind aufsteigend. Die Blütenkelche sind winzig. Später bilden sich länglich-lanzettliche Schoten, die viele glänzend schwarze Samen enthalten.


Abb. 1 Blühende Pflanze der Corydalis malkensis mit ihren weißen Blüten im zeitigen Frühjahr, Privatgarten, 12.03.2019 Abb. 2 Die Blüten der Corydalis malkensis sind weiß und haben einen aufsteigenden Sporn, Privatgarten, 12.03.2019


Die Ableitung des Gattungsnamens Corydalis DC. stammt von gr. "korys" (= Helm), als Anspielung auf die Ähnlichkeit der gespornten Blüte mit der Federhaube des Singvogels Galerida cristata L., der Haubenlerche. Das Epitheton malkensis leitet sich ab vom südrussischen Fluss Malka, in dessen Tälern die Art vorkommt.

Corydalis malkensis ist ein dekorativer Frühjahrblüher, der Farbe mit den ersten Frühlingstagen in den Garten bringen. Sie ist ausgesprochen anpassungsfähig und gedeiht auf unterschiedlichen Böden. Der Standort kann von lichtem Schatten bis zu voller Sonne variieren.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Corydalis malkensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/corydalis-malkensis.html am Tg.Mo.Jahr.

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