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Cyrtomium falcatum (L. f.) C. Presl.
    älteres Synonym: Polypodium falcatum L. f.
Mondsichelfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
30–60(–100) cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Mondsichelfarn ist weit verbreitet und kommt in einem Gebiet von Süd- und Ostafrika, Indien bis nach Südostasien vor, wobei anzunehmen ist, dass sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in den ostasiatischen Ländern lag. Die Pflanzen wachsen in Küstennahe und den unteren Mittelgebirgen bis in 500 m Höhe über NN in Wäldern, Felsgesellschaften und Meeresklippen. Wie alle Arten der Gattung Cyrtomium C. Presl. ist auch der Mondsichelfarn immergrün. Er wird bis maximal 100 cm hoch, mit gestrecktem Rhizom, welches von lanzettlichen oder ovalen, braunen Schuppen bedeckt ist. Die Wedel sind einfach, unregelmäßig gefiedert mit 4–10(–14) Paaren, oval bis eiförmig-sichelförmigen Fiederblättern. Das terminale Fiederblatt ist oval-lanzettlich, meist 3-teilig oder -spaltig. Der Wedelumriss ist breit lanzettlich, bis 35 cm lang. Die Indusien sind braun, rundlich, gelegentlch mit schwarzem Zentrum und relativ gleichmäßig auf der Fiederblattunterseite verteilt.


Abb. 1 Terminales, dreiteiliges Fiederblatt des Cyrtomium falcatum in einem Privatgarten, 22.03.2016 Abb. 2 Die Wedel des Cyrtomium falcatum sind kräftig grün und breit lanzettlich im Umriss, Privatgarten, 22.03.2016

Abb. 3 Das sehr ähmliche Cyrtomium hookerianum (C. Presl.) C. Chr. im Schattenbereich eines Privatgartens, 22.03.2016 Abb. 4 Unterseite der Fiederblätter des Cyrtomium falcatum mit den rundlichen Sporangien, 22.03.2016

Abb. 5 Eine 3-jährige Jungpflanze des Cyrtomium falcatum 20–30 cm im 0,5L-Topf, Privatgarten, 22.03.2016 Abb. 6 Pflanze des Cyrtomium falcatum im Botanischen Garten Cagliari, Sardinien, 19.10.2016

Abb. 7 Die Fiederblätter des Cyrtomium falcatum haben randständig mehr oder weniger lange sichelförmige Zähne, Botanischer Garten Cagliari, Sardinien, 19.10.2016 Abb. 8 Cyrtomium falcatum mit seinen breit lanzettlichen Wedeln, Botanischer Garten Cagliari, Sardinien, 19.10.2016

Abb. 9 Die einfach gefiederten Wedel von Cyrtomium falcatum in einem Privatgarten bei Putte, Belgien, 30.10.2016


Der Gattungsname Cyrtomium C. Presl. leitet sich ab von gr. "kyrtoma" (= Krümmung), nach den gekrümmten, spitz-eirunden Fiederblättern. Das Epitheton falcatum stammt von lat. "falcatus" (= sichelförmig gekrümmt) und beschreibt die Morphologie der Fiederblätter.

Cyrtomium falcatum ist ein dekorativer Exot für den schattigen Exotengarten. Auch halbschattige Plätze sind möglich, sofern er keine Mittagssonne erhält. Der Boden sollte leicht feucht, locker, auch mullreich sein. In kalten Regionen ist winterliches Abdecken ratsam, da die Winterhärte bis Z 8 reicht.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Cyrtomium falcatum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyrtomium-falcatum.html am Tg.Mo.Jahr.

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