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Cyrtomium falcatum (L. f.) C. Presl.
    älteres Synonym: Polypodium falcatum L. f.
Mondsichelfarn, Sichel-Ilexfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
30–60(–100) cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Mondsichelfarn ist weit verbreitet und kommt in einem Gebiet von Süd- und Ostafrika, Indien bis nach Südostasien vor, wobei anzunehmen ist, dass sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in den ostasiatischen Ländern lag. Die Pflanzen wachsen in Küstennähe und den unteren Mittelgebirgen bis in 500 m Höhe über NN in Wäldern, Felsgesellschaften und an Meeresklippen. Wie alle Arten der Gattung Cyrtomium C. Presl. ist der Mondsichelfarn immergrün. Er wird bis maximal 100 cm hoch, mit gestrecktem Rhizom, welches von lanzettlichen oder ovalen, braunen Spreuschuppen bedeckt ist. Die Wedel sind 1-fach, unregelmäßig gefiedert mit 4–10(–14) Paaren, 7–15 cm langen, 1,5–5 cm breiten, ledrig-harten, ei- bis sichelförmigen Fiederblättern, die typischerweise unregelmäßig sichelförmige Zähne haben. Das terminale Fiederblatt ist oval-lanzettlich, meist 3-teilig oder -spaltig. Der Wedelumriss ist breit lanzettlich, bis 35 cm lang. Die Indusien sind hellbraun, rundlich, gelegentlch mit schwarzem Zentrum und relativ gleichmäßig auf der Fiederblattunterseite verteilt.


Abb. 1 Terminales, 3-teiliges Fiederblatt und sichelförmige Zähne des Cyrtomium falcatum im Orto Botanico in Rom, Italien, 18.04.2017 Abb. 2 Die Wedel des Cyrtomium falcatum sind kräftig grün und breit lanzettlich im Umriss, Privatgarten, 22.03.2016

Abb. 3 Das sehr ähmliche Cyrtomium hookerianum (C. Presl.) C. Chr. im Schattenbereich eines Privatgartens, 22.03.2016 Abb. 4 Unterseite der Fiederblätter des Cyrtomium falcatum mit den Sporangien, im Orto Botanico in Rom, Italien, 18.04.2017

Abb. 5 Eine 3-jährige Jungpflanze des Cyrtomium falcatum 20–30 cm im 0,5L-Topf, Privatgarten, 22.03.2016 Abb. 6 Pflanze des Cyrtomium falcatum im Botanischen Garten Cagliari, Sardinien, 19.10.2016

Abb. 7 Die Fiederblätter des Cyrtomium falcatum haben randständig mehr oder weniger lange sichelförmige Zähne, Botanischer Garten Cagliari, Sardinien, 19.10.2016 Abb. 8 Exemplar von Cyrtomium falcatum, im Hintergrund Bletilla striata (Thunb.) Rchb. f., im Orto Botanico in Rom, Italien, 18.04.2017

Abb. 9 Die 1-fach gefiederten Wedel von Cyrtomium falcatum in einem Privatgarten bei Putte, Belgien, 30.10.2016


Der Gattungsname Cyrtomium C. Presl. leitet sich ab von gr. "kyrtoma" (= Krümmung), nach den gekrümmten, spitz-eirunden Fiederblättern. Das Epitheton falcatum stammt von lat. "falcatus" (= sichelförmig gekrümmt) und beschreibt die Morphologie der Fiederblätter.

Cyrtomium falcatum ist ein dekorativer Exot für den schattigen Exotengarten. Auch halbschattige Plätze sind möglich, sofern der Farn keine Mittagssonne erhält. Der Boden sollte leicht feucht, locker, auch mullreich sein. In kalten Regionen ist winterliches Abdecken ratsam, da die Winterhärte bis Z 8 reicht.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Cyrtomium falcatum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyrtomium-falcatum.html am Tg.Mo.Jahr.

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