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Cyrtomium fortunei J. Sm.
Fortunes Sichelfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
20–50 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Fortunes Sichelfarn stammt aus einem Gebiet von Nordost-Indien bis nach Japan, wo die Pflanzen in den MIttelgebirgen auf Kalksteinfelsen in den Wäldern und offenen Felsfluren wachsen, in Höhen von 100–2.400 m über NN. Wie alle Arten der Gattung Cyrtomium C. Presl. ist Fortunes Sichelfarn ebenfalls immergrün. Er wird bis maximal 50 cm hoch, mit gestrecktem Rhizom, welches dicht mit braunen Schuppen bedeckt ist. Die Wedel sind einfach, unregelmäßig gefiedert mit 7–16(–29) Paaren, oval bis lanzettlichen, mehr oder weniger sichelförmigen Fiederblättern. Das terminale Fiederblatt ist oval-lanzettlich, manchmal mit 1 oder 2 Lappen im unteren Bereich. Der Wedelumriss ist breit lanzettlich, bis 42 cm lang. Die Indusien sind grau und ganzrandig und in mehreren Reihen ungleichmäßig auf der Fiederblattunterseite verteilt.

Manche Autoren unterscheiden mehrere Varietäten, deren Status sich wohl noch ändern wird. Zudem wird es wahrscheinlich auch auf spezifischer Ebene noch Änderungen geben. Die Art pflanzt sich nicht geschlechtlich fort, sondern ohne Genaustausch, das heißt, die Nachkommen sind mit dem "Mutterfarn" identisch (Apomixis).

Abb. 1 Wedel von Cyrtomium fortunei mit den paarigen Fiederblättern und dem terminalen Fiederblatt. Privatgarten, 05.05.2016 Abb. 2 Die Wedelstiele des Cyrtomium fortunei sind von braunen, unregelmäßigen Spreuschuppen bedeckt. Privatgarten, 05.05.2016

Abb. 3 Die Sporangien sind unrgelmäßig in mehreren Reihe auf der Unterseite der Fiederblätter von Cyrtomium fortunei verteilgt. Einzelne sind noch von Indusien bedeckt. Privatgarten, 05.05.2016 Abb. 4 Die Wedel von Cyrtomium fortunei mit den wechselständigen Fiederblattpaaren. Botanischer Garten Düsseldorf,.25.05.2016

Abb. 5 Entrollendes Fiederblatt von Cyrtomium fortunei mit den schon angelegten, noch weißen Sori auf der Unterseite der Fiederblätter im Vollfrühling. Privatgarten, 05.05.2016 Abb. 6 Frische, hellgrüne Wedel des Cyrtomium fortunei nach dem Austrieb im Frühling. Botanischer Garten Düsseldorf,.25.05.2016


Der Gattungsname Cyrtomium leitet sich ab von gr. "kyrtoma" (= Krümmung), nach den gekrümmten, spitz-eirunden Fiederblättern. Das Art-Epitheton fortunei wurde zu Ehren des englischen Reisenden und Direktors des Botanischen Gartens Chelsea, Robert Fortune (1812–1880), etabliert.

Cyrtomium fortunei ist ein dekorativer Exot für den schattigen Exotengarten. Auch halbschattige Plätze sind möglich, sofern er keine Mittagssonne erhält. Der Boden sollte leicht feucht, locker, kalkhaltig, auch steinig sein. In kalten Regionen ist winterliches Abdecken ratsam, da die Winterhärte bis Z 7a reicht.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Cyrtomium fortunei. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyrtomium-fortunei.html am Tg.Mo.Jahr.

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