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Cyrtomium fortunei J. Sm.
Fortunes Sichelfarn, Sichel-Tüpfelfarn, Ostasiatischer Ilexfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
20–90 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Fortunes Sichelfarn stammt aus einem Gebiet von Nordost-Indien bis nach Japan, wo die Pflanzen in den Mittelgebirgen auf Kalksteinfelsen in Wäldern und offenen Felsfluren auf Höhen von 100–2.400 m über NN wachsen. Wie alle Arten der Gattung Cyrtomium C. Presl. ist Fortunes Sichelfarn immergrün. Er wird bis maximal 90 cm hoch, mit gestrecktem Rhizom, welches dicht mit braunen Spreuschuppen bedeckt ist. Die Wedel sind einfach, unregelmäßig gefiedert mit 7–16(–29) Paaren, oval bis lanzettlichen, 5–10 cm langen, 1–3 cm breiten, ledrig-weichen, mehr oder weniger sichelförmigen Fiederblättern. Das terminale Fiederblatt ist oval-lanzettlich, manchmal mit 1 oder 2 Lappen im unteren Bereich. Der Wedelrand ist unregelmäßig, meist stumpf und kurz gezähnt - nicht lang, spitz und sichelförmig wie beim Cyrtomium falcatum (L. f.) C. Presl. Der Wedelumriss ist breit lanzettlich, bis 42 cm lang. Die Indusien sind grau und ganzrandig und in mehreren Reihen ungleichmäßig auf der Fiederblattunterseite verteilt.

Manche Autoren unterscheiden mehrere Varietäten, deren Status sich wohl noch ändern wird. Zudem wird es wahrscheinlich auch auf spezifischer Ebene noch Änderungen geben. Die Art pflanzt sich nicht geschlechtlich fort, sondern ohne Genaustausch, das heißt, die Nachkommen sind mit dem "Mutterfarn" identisch (Apomixis).

Abb. 1 Wedel von Cyrtomium fortunei mit den paarigen Fiederblättern und dem terminalen Fiederblatt im Orto Botanico in Rom, Italien, 18.04.2017 Abb. 2 Die Wedelstiele des Cyrtomium fortunei sind von braunen, unregelmäßigen Spreuschuppen bedeckt. Privatgarten, 05.05.2016

Abb. 3 Die Sporangien sind unrgelmäßig in mehreren Reihe auf der Unterseite der Fiederblätter von Cyrtomium fortunei verteilt. Einzelne sind noch von Indusien bedeckt. Privatgarten, 05.05.2016 Abb. 4 Pflanzen des Cyrtomium fortunei im Gewächshaus des Botanischen Gartens Düsseldorf, 21.07.2018

Abb. 5 Entrollendes Fiederblatt von Cyrtomium fortunei mit den schon angelegten, noch weißen Sori auf der Unterseite der Fiederblätter im Vollfrühling. Privatgarten, 05.05.2016 Abb. 6 Frische, hellgrüne Wedel des Cyrtomium fortunei nach dem Austrieb im Frühling. Botanischer Garten Düsseldorf, 25.05.2016

Abb. 7 Großer Bestand des Cyrtomium fortunei mit mehreren Pflanzen im Orto Botanico in Rom, Italien, 18.04.2017 Abb. 8 Architektonisch gut gewachsenes Einzelexemplar des Cyrtomium fortunei im Orto Botanico in Rom, Italien, 18.04.2017


Der Gattungsname Cyrtomium leitet sich ab von gr. "kyrtoma" (= Krümmung), nach den gekrümmten, spitz-eirunden Fiederblättern. Das Art-Epitheton fortunei wurde zu Ehren des englischen Reisenden und Direktors des Botanischen Gartens Chelsea, Robert Fortune (1812–1880), etabliert.

Cyrtomium fortunei ist ein dekorativer Exot für den schattigen Exotengarten. Auch halbschattige Plätze sind möglich, sofern er keine Mittagssonne erhält. Der Boden sollte leicht feucht, locker, kalkhaltig, auch steinig sein. In kalten Regionen ist winterliches Abdecken ratsam, da die Winterhärte bis Z 7a reicht.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 201^8: Cyrtomium fortunei. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cyrtomium-fortunei.html am Tg.Mo.Jahr.

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