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Furcraea longaeva Karw. & Zucc.
Hundertjährige Furcraea, Asparagaceae - Spargelgewächse
Frühling-Sommerblüher, V–VII, bis 5 m und mehr, immergrün, mehrjährig

Die Hundertjährige Furcraea stammt aus den mexikanischen Provinzen Guerrero, Oaxaca und Puebla. Dort wächst sie in immergrünen Eichenwäldern, dem Chaporral, bis auf 3.000 m Höhe. Es ist der gleiche Standort wie Nolina longifolia, besonders an Steilhängen, zusammen mit Juniperus und Lantana. Sie ist eine imponierende Pflanze mit hohem Stamm, bis 5 m oder mehr, und einem kräftigen Schopf weicher, grüner Blätter. Besonders hervorzuheben sind die riesigen Blütenstände, die ohne Weiteres zu den größten der Pflanzenwelt gehören und bis 13 m erreichen können. Spektakulär.



Abb. 1 Etwa 4-jährige Containerpflanze der Furcraea longaeva 20–30 cm im 2L-Topf Abb. 2 Furcraea longaeva mit ihrem Schopf aus weichen, grünen Laubblättern, Privatgarten in Portugal, 27.10.2001

Abb. 3 Das schmale Blatt der Furcraea longaeva mit leicht gesägtem Rand und weicher Blattspitze Abb. 2 Furcraea longaeva mit ihrem Schopf aus weichen, grünen Laubblättern, Privatgarten in Portugal, 27.10.2001


Der Gattungsname Furcraea Zucc. wurde zu Ehren des französischen Botanikers am Jardin des Plantes in Paris, Antoine-Francois de Fourcray (1755–1809) etabliert. Das Epitheton longaeva stammt von lat. "long-aevus" (= hochbetagt) und geht auf die irrtümliche Annahme zurück, die Pflanzen würden erst nach bis zu 400 Jahren blühen. Da die Gattung Furcraea streng monokarp ist, also die Pflanzen nach der Fruchtbildung absterben und gerade F. longaeva mit ihren riesigen Blütenständen imponierte, war dies eine naheliegende These. Heute jedoch geht man davon aus, dass die Blüte schon wesentlich früher, mit 25 Jahren, oder wohl schon nach sieben oder acht Jahren möglich ist.

Furcraea longaeva ist eine hervorragende Kübelpflanze, genügsam, trockenresistent und ohne Dornen oder spitze Blätter. Erfahrungsgemäß ist das Wachstum bei uns relativ langsam. Überwintern kann man im Kaltgewächshaus, trocken und kühl.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Thiede, J. 2001: Furcraea. In: Eggli., U: Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons. – Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 78–84.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Furcraea longaeva. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/furcraea-longaeva.html am Tg.Mo.Jahr.

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