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Geranium palustre L.
Sumpf-Storchschnabel, Geraniaceae - Storchschnabelgewächse
Ende Vollfrühlingblüher, IV–IX, 30–80 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Sumpf-Storchschnabel stammt aus Mittel- bis Osteuropa und ist im östlichen Mitteleuropa weit verbreitet, während er im Westen und Norden selten wird. Bevorzugt siedelt er in feuchten Standorten wie an den Ufern von Gräbern, Flüssen und Teichen, an Wegesrändern, auf Feuchtwiesen und in Hochstaudenfluren, oft zusammen mit dem Echten Mädesüß, Filipendula ulmaria (L.) Maxim. Die Pflanzen wachsen niederliegend oder aufsteigend, oft klimmend in anderen Stauden oder Sträuchern, in denen sich der Sumpf-Storchschnabel mit seinen biegsamen Sporssachsen und den abwärts gerichteten Stängel- und Blatthaaren verankert. Die Laubblätter sind handförmig, bis weit über die Mitte geteilt mit 5–7 stumpfzipfeligen Abschnitten. Die Blüten stehen zu 2, haben leuchtend rote, bis 18 mm lange, nicht überlappende, eiförmig abgerundete Kronblätter. Die Fruchtklappen sind behaart.



Abb. 1 Die Blüten des Geranium palustre stehen zu 2, am Wegesrand im Urft-Tal, Eifel, 26.09.2015, 447 m, 50° 30' 13 N, 06° 37' 32 O Abb. 2 Handförmig geteiltes Laubblatt von Geranium palustre, am Wegesrand im Urft-Tal, Eifel, 26.09.2015, 447 m, 50° 30' 13 N, 06° 37' 32 O

Abb. 3 Blüten des Geranium palustre, am Wegesrand im Urft-Tal, Eifel, 26.09.2015, 447 m, 50° 30' 13 N, 06° 37' 32 O Abb. 4 Blüten des Geranium palustre, am Wegesrand im Urft-Tal, Eifel, 26.09.2015, 447 m, 50° 30' 13 N, 06° 37' 32 O



Der Gattungsname der Storchschnäbel, Geranium L., leitet sich ab von gr. "geranion" (= Kranich) und beschreibt die Ähnlichkeit der Frucht mit langen Vogelschnäbeln. Auf den bevorzugten Standort der verweist das Epitheton: lat. "paluster" (= im Sumpf lebend).

Geranium palustre ist ein hübscher Sommerblüher für den feuchten Standort im Garten, entlang von Gewässern, Teichen oder zu Dekoration von Brunnen. Die Pfanzen sind sehr robust.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Geranium palustre. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/geranium-palustre.html am Tg.Mo.Jahr.

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