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Gnaphalium uliginosum L.
  synonym: Filaginella uliginosa (L.) Opiz
                 Gnaphalium baicalense Kirp. & Kuprian.
                 Gnaphalium kasachstanicum Kirp. & Kuprian.
                 Gnaphalium mandshuricum Kirp. & Kuprian.
                 Gnaphalium thomsonii Hook. f.
                 Gnaphalium tranzschelii Kirp.
Sumpf-Ruhrkraut, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, VII–VIII, 5–20 cm hoch, sommergrün, einjährig

Das Sumpf-Ruhrkraut tritt in Mitteleuropa überwiegend verbreitet auf, in den Kalkgebieten selten bis zerstreut. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch, in Amerika und Ostasien ist die Art eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf feuchten Ruderalstandorten, entlang von Gewässern, Äckern und Brachen, meist auf sauren Böden. Es sind einjährige Blütenpflanzen. Die Stängel sind seidig graufilzig, aufrecht, meist vom Grunde an verzweigt mit ausgebreiteten Ästchen. Die Laubblätter sind linealisch bis länglich spatelig, graufilzig bis grün. Die Blütenköpfchen stehen zu 3–10 in dichten Knäueln, sind 5–7 mm lang, gelblich bis blassgrün und werden von den Hochblättern überragt.


Abb. 1 Gesamtblütenstand eines Gnaphalium uliginosum auf einer Weide an der Rheinbrohler Ley, 18.08.2019, 196 m, 50° 29' 03 N, 07° 20' 33 O Abb. 2 Gnaphalium uliginosum mit ausgebreiteten Seitenästen auf einer Fahrrinne am Flughafen auf Langeoog, 25.07.2016, 1 m, 53° 44' 33 N, 07° 29' 24 O

Abb. 3 Wurzel des Gnaphalium uliginosum, bodensaure Fahrrinne am Flughafen auf Langeoog, 25.07.2016, 1 m, 53° 44' 33 N, 07° 29' 24 O Abb. 4 Graufilzig behaarte Stängel und Laubblätter des Gnaphalium uliginosum, Fahrrinne am Flughafen auf Langeoog, 25.07.2016, 1 m, 53° 44' 33 N, 07° 29' 24 O

Abb. 5 Pflanze des Gnaphalium uliginosum auf einer Fahrrinne am Flughafen auf Langeoog, 25.07.2016, 1 m, 53° 44' 33 N, 07° 29' 24 O Abb. 6 Blütenköpfchen von Gnaphalium uliginosum, Fahrrinne am Flughafen auf Langeoog, 25.07.2016, 1 m, 53° 44' 33 N, 07° 29' 24 O

Abb. 7 Pflanzen des Gnaphalium uliginosum am Ufer des Beverstausees, Hückeswagen, 08.09.2019, 294 m, 51° 08' 42 N 07° 21' 50 O Abb. 8 Seidig-filzige Behaarung des Gnaphalium uliginosum, am Ufer des Beverstausees, Hückeswagen, 08.09.2019, 294 m, 51° 08' 42 N 07° 21' 50 O


Der Gattungsname Gnaphalium L. leitet sich ab von gr. "gnaphallon" (= Wollflocken, Kissen), nach der graufilzigen Behaarung. Das Epitheton uliginosum stammt von lat. "uliginosus" (= sumpfig, morastig) und verweist auf den bevorzugten Standort der Art.

Das Zwerg-Filzkraut eignet sich für das Alpinum auf kalkfreiem Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Gnaphalium uliginosum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/gnaphalium-uliginosum.html am Tg.Mo.Jahr.

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