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Inula hirta L.
Rauhaariger Alant, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Hochsommerblüher, VI–VII, 15–45 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

In der Mitte und im Süden von Mitteleuropa tritt der Rauhaarige Alant selten bis zerstreut auf, im Norden fehlt er fast ganz. Das Verbreitungsgebiet ist eurapäisch-westsibirisch. Bevorzugt siedelt er Trockenstandorten auf Rasen, an Gebüschsäumen oder in lichten Trockenwäldern. Es sind sommergrüne, aufrecht wachsende Pflanzen, die sich über das Rhizom langsam ausbreiten können. Die Stängel sind abstehend behaart. Die Laubblätter sind schmal elliptisch, beidseits rauhaarig, fast ledrig, hervortretend netzadrig, mehr oder weniger ganzrandig. Obere Stängelblätter sind sitzend und nicht stängelumfassend. Die Blütenkörbchen stehen zu 1(–3), sind gelb und haben einen Durchmesser von 2–5 cm. Die Hüllblätter sind steifhaarig. Die Früchte sind kahl und mit Pappus ("Fallschirm").


Abb. 1 Bestand der Inula hirta in einem Halbtrockenrasen auf dem Badberg, Kaiserstuhl, 29.05.2018, 369 m, 48° 05' 47 N, 07° 40' 32 O Abb. 2 Sitzende und nicht stängelumfassende obere Laubblätter von Inula hirta in einem Halbtrockenrasen auf dem Badberg, Kaiserstuhl, 29.05.2018, 369 m, 48° 05' 47 N, 07° 40' 32 O

Abb. 3 Abstehend behaarter Stängel von Inula hirta in einem Halbtrockenrasen auf dem Badberg, Kaiserstuhl, 29.05.2018, 369 m, 48° 05' 47 N, 07° 40' 32 O Abb. 4 Sitzende und nicht stängelumfassende obere Laubblätter von Inula hirta in einem Halbtrockenrasen auf dem Badberg, Kaiserstuhl, 29.05.2018, 334 m, 48° 05' 56 N, 07° 40' 44 O

Abb. 5 Sitzende und nicht stängelumfassende obere Laubblätter von Inula hirta in einem Halbtrockenrasen auf dem Badberg, Kaiserstuhl, 29.05.2018, 334 m, 48° 05' 56 N, 07° 40' 44 O Abb. 6 Sitzende und nicht stängelumfassende obere Laubblätter von Inula hirta in einem Halbtrockenrasen auf dem Badberg, Kaiserstuhl, 29.05.2018, 334 m, 48° 05' 56 N, 07° 40' 44 O


Der Gattungsnamen Inula L. leitet sich von gr. "helenion" (= Alant) ab, wurde schon vorlinnäisch als "Helenium" genutzt und durch eine Lautumstellung zu Inula umgedeutet. Das Epitheton hirta stammt von lat. "hirtus" (= rauhaarig), nach den behaarten Pflanzenteilen.

Der Rauhaarige Alant ist eine Sommerstaude für den sonnigen und trockenen Standort. Ideal ist ein kalkhaltiger Boden. Kombinationen mit Yuccas und Geranium-Arten sind ansprechend.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Inula hirta. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/inula-hirta.html am Tg.Mo.Jahr.

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