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Iris reticulata Bieb.
Netz-Schwertlilie, Iridaceae - Irisgewächse (Schwertliliengewächse)
Erstfrühlingblüher, I–IV, 10–30 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Netz-Schwertlilie stammt aus dem südöstlichen Europa bis in die ehemalige UdSSR und den Mittleren Osten. Es sind relativ kleine Schwertlilien mit einem sehr frühen Blühzeitpunkt im Spätwinter oder Erstfrühling. Die Zwiebeln sind birnenförmig und haben eine Haut mit netzförmigem Muster. Nach der Blüte bilden sich Tochterzwiebeln. Die Laubblätter sind schmal, vierkantig und erscheinen mit oder kurz nach der Blüte. Die Blüten stehen einzeln und sind meist dunkel violett oder purpur-rot, gelegentlich blass blau.


Abb. 1 Dunkel violette Blüten der Iris reticulata, 12.02.2014, Japanischer Garten Leverkusen Abb. 2 Dekoratives Arrangement der Iris reticulata, 12.02.2014, Japanischer Garten Leverkusen

Abb. 3 Blüten Iris reticulata in einem Privatgarten in Ihringen, Kaiserstuhl, 14.03.2015 Abb. 4 Dunkel violette Blüten der Iris reticulata im Winter, 12.02.2014, Japanischer Garten Leverkusen

Abb. 5 Blau-rosa und auffällig gemusterte Blüten der Sorte Iris reticulata 'Spot On', 01.03.2015, Privatgarten Abb. 6 Kräftig violette Blüten der Sorte Iris reticulata 'Palm Springs', 01.03.2015, Privatgarten

Abb. 7 Dekorativ ist dieser große Bestand der Iris reticulata auf einer Wiese im Palmengarten Frankfurt, 22.03.2015 Abb. 8 Iris reticulata auf einer Wiese im Palmengarten Frankfurt, 22.03.2015

Abb. 9 Blühende Iris reticulata im Winter während einer Frostperiode, Privatgarten, 21.01.2016


Der Gattungsname Iris L. geht auf gr. "iris" (= Regenbogen) zurück und verweist auf die farbenreichen Blüten der Arten der Gattung. Auch in der Medizin wird die Regenbogenhaut des Auges Iris genannt. Das Epitheton reticulata ist die weibliche Deklination von lat. "reticulatus" (= netzartig) und bezieht sich auf die Musterung der Zwiebeln.

Iris reticulata sind als Winter- oder Erstfrühlingsblüher eine dekorative Ergänzung für den Exotengarten. Es gibt zahlreiche Hybriden mit einer ganzen Palette von Farbkombinationen. Besonders Iris histrioides (G. F. Wilson) S. Arn. kommt hier als Kreuzungspartner in Frage. Ebenfalls dekorativ ist die dunkelblaue Sorte 'Palm Springs', die auch im Spätwinter blüht. Etwas kleinere und schmalere Blütenblätter hat die Sorte 'Spot On', die insgesamt graziler wirkt und mit karminroten bis dunkelblauen Blüten imponiert.

Ideale Standorte im Garten sind sonnig, neutral bis leicht alkalisch und relativ trocken. Steingarten, Exotenbeete, Yucca-Arrangements wären interessante Einsatzbereiche.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Iris reticulata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/iris-reticulata.html am Tg.Mo.Jahr.

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