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Magnolia acuminata (L.) L.
  synonym: Kobus acuminata (L.) Nieuwl.
                 Magnolia cordata Michx.
                 Magnolia virginiana var. acuminata L.
                 Tulipastrum acuminatum (L.) Small
                 Tulipastrum americanum Spach
                 Tulipastrum cordatum (Michx.) Small
Gurken-Magnolie, Magnoliaceae - Magnoliengewächse
Frühlingblüher, III–V, bis 30 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Gurken-Magnolie stammt aus dem östlichen Nordamerika, wo die Pflanzen in Wäldern, entlang von Flüssen und auf Nordosthängen der unteren Höhenstufen von 0–1.200 m über Meereshöhe vorkommen. Die Bäume wachsen aufrecht, meist einstämmig, sind erst in den oberen Bereichen verzweigt und haben eine tief furchige, grau-braune Borke. Junge Zweige und Sprossachsen sind silbrig flaumhaarig. Die Laubblätter sind wechselständig, nicht in terminalen Scheinquirlen wie bei vielen anderen nordamerikanischen Magnolien, 5–40 cm lang, 4–26 cm breit, breit oval bis breit elliptisch oder verkehrt eiförmig, selten rund, papierartig, oberseits grün und kahl oder selten behaart, unterseits blass grün bis weiß-grün und locker behaart. Die Blüten erscheinen vor den Laubblättern, sind 6–9 cm im Durchmesser, leicht duftend und haben grünliche bis gelbliche (als einzige Art der Gattung) oder orangefarbene Perigonblätter. Schon während der Blühphase sind die länglich-zylindrischen, oft gekrümmten, 2–7 cm langen und bis 2,7 cm breiten Sammelbalgfrüchte, wie sie typisch für die Gattung Magnolia L. sind, gut erkennbar. Je Fruchtblatt finden sich 1–2 herzförmige, 9–10 mm lange Samen mit rotem Samenmantel (Arillus).

Magnolia acuminata hat ein relativ weites Verbreitungsareal und weist eine ziemliche Merkmalsbreite auf. Für den Gartenbau ist diese Art von Bedeutung, da sie sich gut kreuzen lässt und manche Herkünfte mit gelben Blüten aufwarten können. Zur Gattung Magnolia.


Abb. 1 Grüngelbe Blüten der Dreifach-Hybride Magnolia acuminata 'Sunsation' in einem Privatgarten in den Niederlanden, 11.05.2021 Abb. 2 Tief rissige, graubraune Borke der Magnolia acuminata im Botanischen Garten Düsseldorf, 08.08.2021

Abb. 3 Zugespitzte, elliptische Laubblätter der Magnolia acuminata im Botanischen Garten Düsseldorf, 08.08.2021 Abb. 4 "Gurkenähnliche" Sammelbalgfrucht der Magnolia acuminata mit 2 befruchteten Karpellen. Botanischer Garten Düsseldorf, 08.08.2021


Der Gattungsname Magnolia L. wurde zu Ehren des französischen Arztes und Botanikers Pierre Magnol (1638–1715) etabliert, der in der taxonomischen Forschung beispielsweise den Status der Familie einführte. Das Epitheton acuminata leitet sich ab von lat. "acuminatus" (= zugespitzt), nach den zugespitzten Laubblattspreiten.

Magnolia acuminata ist in Mitteleuropa sicher winterhart bis Z 7. Ideal ist ein humoser, nicht zu trockener Boden. Es gibt zahlreiche Kultivare mit unterschiedlichen Blütenfarben, von denen besonders die gelben von Bedeutung sind. Besonders hübsch ist die Dreifach-Hybride 'Sunsation' aus M. acuminata, M. denudata Desr. und M. liliflora Desr. mit dunkelgelben Blüten, die einen Hauch Purpur aufweisen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Magnolia acuminata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/magnolia-acuminata.html am Tg.Mo.Jahr.

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