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Magnolia macrophylla Michx.
  synonym: Magnolia auriculata Hook.
                 Magnolia michauxiana DC.<

Riesenblatt-Magnolie, Magnoliaceae - Magnoliengewächse
Frühlingblüher, IV–VI, 8–32 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Riesenblatt-Magnolie stammt aus Nordamerika, wo die Pflanzen in feuchten Wäldern und Tälern der Mittelgebirge in den unteren Höhenstufen von 150–300 m über NN wachsen. Es ist die Magnolia-Art mit den größten Blättern und Blüten innerhalb der Gattung. Die Bäume wachsen aufrecht, meist einstämmig und erreichen an guten Standorten bis 32 m Höhe, meist jedoch weniger. Die Borke ist gelblich-braun bis grau und weich. Junge Zweige und Sprossachsen sind seiden- bis flaumhaarig. Die Laubblätter stehen terminal gedrängt in quirlähnlichen Büscheln. Die Nebenblätter sind 9–17 cm lang, 3–6,5 cm breit, unterseits drüsig und behaart. Die Laubblätter sind 50–110 cm lang, 15–30 cm breit, länglich oval bis breit elliptisch, an der Basis herz- oder öhrchenförmig, oberseits kahl und dunkel grün, unterseits, kalkweiß bis blass grün oder grau und behaart. Die Blüten stehen einzeln, sind 35–50 cm im Durchmesser, leicht duftend und haben cremeweiße, drüsige Perigonblätter, von denen die inneren an der Basis purpurfarben gefleckt und die äußeren grünlich sind. Die Sammelbalgfrüchte sind kugelig bis oval 5–8 cm lang, 5–7 cm breit, anfänglich rot-rosafarben, später braun. Die Samen sind mehr oder weniger oval, 10–12 mm lang mit orange-rotem Arillus (Samenmantel). Zur Gattung Magnolia L.


Abb. 1 Rot-rosafarbene, frische Sammelbalgfrucht der Magnolia macrophylla im Sommer, Privatgarten, 19.09.2008 Abb. 2 Junger Baum der Magnolia macrophylla mit voll entwickelten Laubblättern im Sommer, Privatgarten, 19.09.2008

Abb. 3 Baum der Magnolia macrophylla mit frisch austreibenden Laubblättern, Privatgarten in Gangelt, 01.05.2019


Des Gattungsname Magnolia L. wurde zu Ehren des französischen Arztes und Botanikers Pierre Magnol (1638–1715) etabliert, der in der taxonomischen Forschung beispielsweise den Status der Familie einführte. Das Epitheton macrophylla beschreibt die ungewöhnlich großen Laubblätter innerhalb der Gattung: gr. "makros" (= groß) und gr. "phyllon" (= Blatt).

Magnolia macrophylla ist in Mitteleuropa sicher winterhart bis Z 8, an geschützten Standorten auch bis Z 7b. Ideal ist ein humoser, nicht zu trockener Boden an einem Standort im Halbschatten, idealerweise in Begleitung anderer Gehölze oder von hohem Bambus. Da die Pflanzen früh austreiben sind die Laubblätter spätfrostgefährdet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Magnolia macrophylla. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/magnolia-macrophylla.html am Tg.Mo.Jahr.

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