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Narcissus pseudonarcissus L.
Gelbe Narzisse, Osterglocke, Amaryllidaceae - Amaryllisgewächse
Beginn Erstfrühlingblüher, III–IV, 15–40 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Die Gelbe Narzisse ist in Mitteleuropa selten und stammt aus dem Hunsrück und der Eifel, wo die Pflanzen auf frischen bis feuchten Wiesen und Gebüschsäumen wachsen. An anderen Orten in Mitteleuropa ist die Art eingebürgert und findet sich an siedlungsnahen Standorte in Wäldern, Ruderlstandorten oder Gebüschen. Es sind vorsommergrüne Zwiebelpflanzen ohne Lauchgeruch mit 2-kantigen, aufrechten Stängeln. Die Blüten sind gelb mit langer, becherförmiger, dottergelber Nebenkrone, die etwa so lang wie das sternförmig abstehenden Perifonzipfel ist.

Von der Gelben Narzisse gibt es zahlreiche Züchtungen, die sich in Farbe, Form und Größe der Blüten unterscheiden. Manche dieser Sorten neigen zum Verwildern.


Abb. 1 Pflanzen der Narcissus pseudonarcissus in einem schattigen Laubmischwald auf Kalk. Die Pflanzen sind wahrscheinlich Verwilderungen des oberhalb liegenden Igeler Hofes im Strunde-Tal, Bergisches Land, 06.04.2016, 179 m, 51° 00' 00 N, 07° 10' 02 O

Der Gattungsname Narcissus L. wurde schon in der Antike genutzt, gr. "narkissos". Wahrscheinlich erscheint eine Benennung nach dem Schönling Narkissos aus der griechischen Mythologie. Das Epitheton pseudonarcissus wurde schon vorlinnäisch genutzt und spiegelt wieder, dass mittelalterliche Quellen, beispielsweise von Johann Bauhin die Art nicht als Narzisse betrachteten, sondern der Gattung Bulbocodium L. zugehörig.

Zweifellos sind Osterglocken dekorative Pflanzen auch für den Exotengarten. Unter den zahlreichen Kultivaren finden sich sicherlich interessante Sorten, die sich gut in das Exotendesign eingliedern. Zwar wächst die Art am Naturstandort an kalkarmen Standorten, dennoch verträgt sie problemlos eine ganze Reihe unterschiedlcher Böden, sofern keine Staunässe auftritt. Sonnige als schattige Lagen werden toleriert.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Narcissus pseudonarcissus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/narcissus-pseudonarcissus.html am Tg.Mo.Jahr.

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