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Onopordum acanthium L.
   synonym: Acanos spina Scop.
Gewöhnliche Eselsdistel, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, VII–VIII, 60–250 cm hoch, halbimmergrün, ein-, zweijährig, kurzlebig

Die Gewöhnliche Eselsdistel tritt in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet auf, im Bergland eher selten. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch, in Amerika uns Australien ist die Art eingebürgert. In Mitteleuropa ist die Gewöhnliche Eselsdistel seit 1561 in Kultur, gilt als eingebürgert und besiedelt bevorzugt Ruderalstellen und Ufern, gerne auf basenreichen Böden. Die Pflanzen haben eine Rübenwurzel, wachsen aufrecht mit basaler Blattrosette. Die Stängel sind von unten an verzweigt, durch herablaufende Laubblätter breit dornig geflügelt und weiß filzig. Die Laubblätter sind dicht weißfilzig, aber kaum netznervig, ungleich buchtig gelappt, dornig gezähnt, später verkahlend. Die Blütenköpfe stehen einzeln und sind 4–6 cm im Durchmesser. Die Blütenkronen sind 14–25 mm lang. Die äußeren Hüllblätter sind am Grund weniger als 3 mm breit, wenig behaart, nicht drüsig und mit zurückgebogenem, bis 5 mm langem Enddorn.


Abb. 1 Silberweiße Laubblätter des Onopordum acanthium im ersten Jahr, auf der alten Müllhalde auf Langeoog, 24.07.2019, 3 m, 53° 44' 41 N, 07° 30' 05 O Abb. 2 Blütenkopf von Onopordum acanthium mit den dornigen Hüllbättern, an einem Wegesrand auf Langeoog, 24.07.2019, 0 m, 53° 45' 16 N, 07° 30' 48 O

Abb. 3 Übermannshohes Exemplar des Onopordum acanthium. An einem Weg bei den Schrebergärten auf Langeoog, 18.07.2012, 3 m, 53° 44' 19 N, 07° 28' 24 O Abb. 4 Blütenköpfe und geflügelte Stängel des Onopordum acanthium, an einem Wegesrand auf Langeoog, 24.07.2019, 0 m, 53° 45' 16 N, 07° 30' 48 O

Abb. 5 Einzeln stehende Blütenköpfe von Onopordum acanthium, auf der alten Müllhalde auf Langeoog, 24.07.2019, 3 m, 53° 44' 41 N, 07° 30' 05 O Abb. 6 Mehrere Pflanzen des Onopordum acanthium auf der alten Müllhalde auf Langeoog, 24.07.2019, 3 m, 53° 44' 41 N, 07° 30' 05 O


Der Gattungsname Onopordum L. existierte schon vorlinnäisch als gr. "onopordon" (= distelförmige Sippe), möglicherweise von gr. "onos" (= Esel) und gr. "porde" (= Pfurz), mit allerdings unerklärtem Benennungsmotiv. Das Epitheton acanthium stammt von gr. "akantha" (= Dorn, Distel), nach dem dornigen Habitus.

Die Gewöhnliche Eselsdistel ist eine sehr dekorative Staude mit attraktiver, silberweißer Architektur und farbenfrohen Blüten. Passende Standorte sollten sonnig und offen sein, ideal ist ein basenhaltiger Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Onopordum acanthium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/onopordum-acanthium.html am Tg.Mo.Jahr.

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