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Parthenocissus quinquefolia (L.) Planch.
Selbstkletternde Jungfernrebe, Selbstkletternde Zaunrebe, Selbstkletternder Wilder Wein, Vitaceae - Weinrebengewächse
Sommerblüher, VII–VIII, 5–15 m lang, sommergrün, mehrjährig

Parthenocissus quinquefolia stammt ursprünglich aus meridionalen bis temperaten Zonen des östlichen bis südlichen Nordamerika und Mexikos. In Mitteleuropa wird die Art vorwiegend als Zierpflanze angebaut. An vielen Stellen ist die Art inzwischen eingebürgert oder tritt unbeständig an siedlungsnahen Standorten wie Gebüschen, Mauern, aufgelassenen Gärten oder an unbefestigten Wegen auf. Bei P. quinquefolia handelt es sich um eine Kletterpflanze, die sich durch Haftscheiben an Gegenständen oder anderen Pflanzen fixiert. Zudem werden Ranken gebildet, die 5–8-armig sind. Manche in Kultur befindlichen Sorten wie 'Engelmannii' haben gute Klettereigenschaften, andere sind nur eingeschränkt kletterfähig. Die Laubblätter sind handförmig in 5 Lappen geteilt, oberseits matt, unterseits blaugrün und auf den Nerven behaart. Die Blüten sind grünlich-weiß, unscheinbar und stehen in Rispen. Später bilden sich rundliche, schwarze, bis 6 mm im Durchmesser große und mit bläulichen Wachs überzogene Beerenfrüchte, die jeweils 2–3 Samen enthalten.


Abb. 1 Die 5-zähligen Laubblätter der Parthenocissus quinquefolia im Japanischen Garten Leverkusen, 02.10.2016 Abb. 2 Dekoratives Arrangement der Parthenocissus quinquefolia im Japanischen Garten Leverkusen, 02.10.2016


Der Gattungsname Parthenocissus Planch. stammt von gr. "parthenos" (= Jungfrau) und lat. "cissos" (= Efeu). Ersterer Teil bezieht sich auf die "Virgin Queen", Königin Elizabeth I. von England, da die Art das erste mal anhand von Funden in der ehemaligen britischen Kolonie Virginia beschrieben wurde. Im englischen Sprachraum heißt die Art "Virginia Creeper". Das Epitheton quinquefolia stammt von lat. "quinquefolius" (= fünfblättrig), nach den 5-zähligen Laubblättern der Art.

Die Selbstkletternde Jungfernrebe wird schon lange in Mitteleuropa als Zierpflanze angebaut. Sie ist relativ anspruchslos und verträgt unterschiedliche Böden, sonnige und schattige Lagen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Parthenocissus quinquefolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/parthenocissus-quinquefolia.html am Tg.Mo.Jahr.

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