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Pastinaca sativa L.
Gewöhnlicher Pastinak, Apiaceae - Doldenblütler
Sommerblüher, VII–IX, 30–190 (–300) cm hoch, (immer-)sommergrün, zweijährig, kurzlebig

Der Gewöhnliche Pastinak ist den meisten Gebieten Mitteleuropas verbreitet bis gemein und besiedelt Wiesen, Äcker und ruderale Standorte entlang von Straßen, Wegen oder Dämmen. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. In Amerika und Australien sind die Pflanzen eingebürgert. Es sind zweijährige oder kurzlebige, aufrecht wachsende Pflanzen, die meist nach der Blüte absterben (hapaxanth). Die Stängel sind kantig gefurcht, grün und spärlich behaart. Die Laubblätter sind 1-fach gefiedert, mit 2–7 Fiederpaaren, deren Abschnitte eiförmig bis länglich sind. Grundständige Blätter sind manchmal 2-fach gefiedert. Die Dolden bestehen aus 7–20 Döldchen, haben wenige, oft rasch vertrocknende Hüllblätter (Hüllblätter sind bei Doldenblütler die Hochblätter direkt unterhalb des Blütenstandes, Hüllchenblätter jene unterhalb der Teildolden = Döldchen). Hüllchenblätter unterhalb der Döldchen gibt es ebenfalls wenige. Die Kronblätter sind typischweise gelb und machen die Art im Hochsommer daher leicht identifizierbar. Die Früchte sind abgeflacht und breit eiförmig.

Manche Autoren unterscheiden mehrere Unterarten, die sich in der Behaarung unterscheiden. Dem wird hier nicht gefolgt.



Abb. 1 Pastinaca sativa in einer Süßwiese am Ostende an der Meierei auf Langeoog, 2 m, 53° 44' 58 N, 07° 35' 32 O, 24.07.2016 Abb. 2 Die Hüllblätter von Pastinaca sativa sind bald hinfällig. In einer Süßwiese am Ostende an der Meierei auf Langeoog, 2 m, 53° 44' 58 N, 07° 35' 32 O, 24.07.2016


Abb. 3 Döldchen von Pastinaca sativa in einer Süßwiese am Ostende an der Meierei auf Langeoog, 2 m, 53° 44' 58 N, 07° 35' 32 O, 24.07.2016 Abb. 4 Dolde der Pastinaca sativa in einer Süßwiese am Ostende an der Meierei auf Langeoog, 2 m, 53° 44' 58 N, 07° 35' 32 O, 24.07.2016


Abb. 5 Unreife Früchte von Pastinaca sativa Wegesrand am Ostenende auf Langeoog, 24.07.2016, 0 m, 53° 44' 59 N, 07° 36' 42 O Abb. 6 Kantig gefurchte Stängel von Pastinaca sativa .Wegesrand am Ostenende auf Langeoog, 24.07.2016, 0 m, 53° 44' 59 N, 07° 36' 42 O


Abb. 7 Pastinaca sativa an einem Wegesrand im Rekultivierungsgebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus Bergheim, 11.06.2016, 82 m, 50° 58' 19 N, 06° 38' 49 O Abb. 8 Einfach gefiedertes Laubblatt von Pastinaca sativa an einem Wegesrand im Rekultivierungsgebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus Bergheim, 11.06.2016, 82 m, 50° 58' 19 N, 06° 38' 49 O

Abb. 9 Pastinaca sativa im ersten Jahr an einem Wegesrand im Rekultivierungsgebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus Bergheim, 11.06.2016, 82 m, 50° 58' 19 N, 06° 38' 49 O Abb. 10 Hüllblatt von Pastinaca sativa. Süßwiese am Ostende an der Meierei auf Langeoog, 2 m, 53° 44' 58 N, 07° 35' 32 O, 24.07.2016


Der Gattungsname Pastinaca L. leitet sich ab von lat. "pastinum" (= Winzerhacke), möglicherweise nach der Bedeutung als Hackfrucht. Das Epitheton sativa stammt von lat. "sativus" (= angebaut), bezogen auf die schon früh angebaute Art.

Pastinaca sativa ist eine Pflanze für den naturnahen Garten oder das Gemüsebeet. Auch heute noch wird der Pastinak als Küchengemüse angebaut. Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen, offenen Standort auf nicht zu feuchtem Boden, gerne kalk- oder basenhaltig.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Pastinaca sativa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/pastinaca-sativa.html am Tg.Mo.Jahr.

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