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Paulownia tomentosa (Thunb.) Steud.
Blauglockenbaum, Paulownie, Scrophulariaceae - Braunwurzgewächse
Frühlingblüher, IV–V, bis 20 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Sehr exotischer Baum aus Zentral- und West-China bis 20 m Höhe mit riesigen Blättern, die durch geeignete Pflegemaßnahmen (jährlicher Schnitt) bis 50 cm oder mehr im Durchmesser erreichen können. Die Krone der Paulownie ist breit, junge Triebe sind behaart, später kahl. Die Blüten erscheinen im Frühjahr, April bis Mai, stehen in großen traubigen Blütenständen und sind herrlich rosa-violett bis blau. Ungeschnittene Exemplare blühen reichlich, während geschnittene Pflanzen riesige Blätter bilden.

Mancherorts ist Paulownia tomentosa mittlerweile aus Kultur entflohen und bildet neue Bestände oder wächst mit einzelnen Exemplare auf gestörten Flächen, Gebüschsäumen, unbefestigten Mauern oder Wegrändern.


Abb. 1 Blüten der Paulownia tomentosa im Frühling, Gruga Park Essen, 25.04.2004 Abb. 2 Prächtige Blütenstände der Paulownia tomentosa im Europa Park, Rust, 22.04.2014

Abb. 3 Großes, "tropisches" Blatt der Paulownia tomentosa, Privatgarten, 04.09.2004 Abb. 4 Traubiger Blütenstand der Paulownia tomentosa im Europa Park, Rust, 22.04.2014

Abb. 5 Traubiger Fruchtstand der Paulownia tomentosa, Gruga Park Essen, 13.09.2014 Abb. 6 Blütenknospen der Paulownia tomentosa im Herbst, auch diese sind wie die jungen Zweige und Laubblätter behaart. Gruga Park Essen, 13.09.2014

Abb. 7 Gleichzeitig Blütenknospen, grünliche Fruchtstände und bräunliche alte Fruchtkapseln der Paulownia tomentosa, Gruga Park Essen, 13.09.2014 Abb. 8 Gruppe der Paulownia tomentosa mit grauer Borke und mächtigen Kronen in Mainz, 09.06.2003


Der Gattungsname Paulownia Sieb.& Zucc. wurde zu Ehren der Zarentochter Anna Paulowna (1795–1865) etabliert. Das Epitheton tomentosa stammt von lat. "tomentum" (= feinfilzig) und bezieht sich auf die grauwollige, filzige Behaarung junger Triebe.

Paulownia tomentosa ist gut hart, sollte frühestens als Zwei–Dreijährige gepflanzt werden und in winterkalten Regionen einen geschützten Standort erhalten. Insbesondere Jungtriebe, unausgereiftes Holz oder Jungpflanzen sind empfindlich auf schwarfe Fröste. Eventuell sollten in den ersten 2–3 Jahren Jungpflanzen geschützt werden. Reisigumlage oder lockeres Frostschutzvlies sollte ausreichend sein. Etablierte Bäume sind sicherlich hart bis Z 7a.


Abb. 9 Tropisches Arrangement von Musa basjoos und Paulownia tomentosa, Privatgarten, 09.06.1998 Abb. 10 Blüten der Paulownia tomentosa im Europa Park, Rust, 22.04.2014

Abb. 11 Verwildertes Jungexemplar der Paulownia tomentosa am Rheinufer bei der Wettsteinbrücke, Basel, 11.10.2014 Abb. 12 Baum der Paulownia tomentosa im Herbst mit reichlich Früchten und teil schon entlaubter Krone am Wasserfall Sopot in Montenegro, 11.10.2015, 30 m, 42° 30' 48 N, 18° 40' 53 O

Abb. 13 Spontaner Sämling der Paulownia tomentosa an einem Straßenrand auf der Halbinsel Babin Kuk in Dubrovnik, Kroatien, 09.10.2015, 25 m, 42° 39' 46 N, 18° 04' 18 O


Beachten Sie den Platzbedarf bei erwachsenen Pflanzen. Allerdings ist sie gut schnittverträglich, so dass die Paulwonie auch in etwas kleineren Gärten gehalten werden könnte. Regelmäßiger Schnitt bewirkt größere Blätter, verhindert aber meist die Blüte. Die Entscheidung liegt im Auge des Gärtners.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Paulownia tomentosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/paulownia-tomentosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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