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Phagnalon saxatile Cass.
Felsen-Steinimmortelle, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Frühling-, Sommerblüher, II–XI, 10–60 cm hoch, immergrün, einjährig

Phagnalon saxatile stammt aus dem zentralen und westlichen Mittelmeergebiet, einschleßlich der Azoren und Kanaren. Meist werden Felshabitate in den Mittelgebirgen oder Mauern besiedelt. Es sind immergrüne Halbsträucher mit linealen Blättern, deren Ränder umgerollt und entfernt gezähnt sind. Unterseits sind die Laubblätter dicht weißfilzig, oberseits grün und nur spärlich behaart. Eine Ähnlichkeit zum Echten Lavendel, Lavandula officinalis L., ist unverkennbar. Die Blütenköpfchen stehen einzeln, sind lang gestielt, 8–12 mm lang, haben ausschließlich Röhrenbüten und typischerweise bräunliche, häutige Hüllblätter, die auf der Außen-Unterseite der Blütenköpfchen dachziegelartig angeordnet sind. Beim P. saxatile sind die Hüllblätter auswärts gekrümmt und zugespitzt, die mittleren Hüllblätter sind lineal-lanzettlich mit gewelltem Rand.



Abb. 1 Blütenköpfchen von Phagnalon saxatile mit einzelnen Hochblättern an den Köpfchenstängeln. In den Felsen oberhalb des Rio Picocca, Sardinien, 13.10.2016, 130 m, 39° 20' 50 N, 09° 27' 56 O Abb. 2 Halbstrauch des Phagnalon saxatile in den Felsen oberhalb des Rio Picocca, Sardinien, 13.10.2016, 130 m, 39° 20' 50 N, 09° 27' 56 O

Abb. 3 Pflanze des Phagnalon saxatile zusammen mit dem Engelsüß, Polypodium vulgare L., oberhalb von La Vall, Pyrenäen, Frankreich, 16.10.2005, 324 m, 42° 30' 40 N, 03° 00' 04 O


Der Gattungsname Phagnalon Cass. ist ein Anagramm des Genus Gnaphalium L., deren Pflanzen sehr ähnlich den Steinimmortellen sind. Das Epitheton saxatile stammt von lat. "saxatilis" (= an Felsen lebend) und bezieht sich auf den bevorzugten Standort der Pflanzen.

Steinimmortellen sind hübsche Arten für den Steingarten oder das Xerophytenbeet. Sie benötigen einen offenen, warmen und trockenen Standort.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Phagnalon saxatile. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/phagnalon-saxatile.html am Tg.Mo.Jahr.

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