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Pinus halepensis L.
Aleppo-Kiefer, Pinaceae - Kieferngewächse
Frühlingblüher, III–V, bis 20 m hoch, immergrün, mehrjährig

Pinus halepensis ist der charakteristische Baum des Mittelmeers, der in den küstennahen Wäldern, Gebirgen oder Dünen wächst. Durch Anpflanzung ist die Aleppo-Kiefer vielerorts von der Mittelmeer-Pinie, Pinus pinea L., ersetzt, die tatsächlich wohl mittlerweile die häufigere Kiefernart in den Küstenregionen des europäischen Mittelmeergebietes darstellt.

Die Aleppo-Kiefer wächst meist einstämmig, verzweigt sich schon den unteren Partien und hat eine charakteristische Stammkrümmung. Ältere Zweige werden nur zögerlich abgeworfen und sind ebenfalls charakteristisch gekrümmt. Die Borke junger Pflanzen ist silbergrau, später rötlichbraun. Knospen sind typischerweise harzfrei. Pinus halepensis ist 2-nadelig, mit weichen und biegsamen, bis zu 15 cm langen, hellgrünen Nadeln. Die Zapfen stehen an abwärts gerichteten, kurzen Stielen, sind kegelförmig, glänzend rotbraun, bis zu 12 cm lang. Sie bleiben sehr lange an den Zweigen und Ästen hängen, selbst wenn das Geäst schon abgestorben ist, ein charakteristisches Merkmal. Siehe auch Pinus L.



Abb. 1 Pinus halepensis in den Bergen bei Nerja, Südspanien, 01.10.2008, 480 m, 36° 46' 59 N, 03° 50' 29 W Abb. 2 Junger Baum der Pinus halepensis in den Bergen bei Nerja, Südspanien, 01.10.2008, 398 m, 36° 46' 27 N, 03° 52' 02 W

Abb. 3 Kurz gestielte, hängende Zapfen der Pinus halepensis, Mallorca, Spanien, 01.10.2007, 16 m, 39° 55' 06 N, 03° 23' 17 O Abb. 4 Pinus halepensis mit verbleibenden Altzapfen, Mallorca, Spanien, 06.10.2007, 20 m, 39° 35' 06 N, 03° 23' 11 O

Abb. 5 Pinus halepensis-Wald in den Bergen bei Nerja, Südspanien, 04.10.2008, 621 m, 36° 47' 16 N, 03° 51' 44 W Abb. 6 Frei gewehte Wurzeln der Pinus halepensis in den Dünen der Praia do Guincho, Portugal, 15.10.2009, 31 m, 38° 43' 13 N, 09° 28' 31 W

Abb. 7 Abgestorbene Pflanzen der Pinus halepensis in den Dünen der Praia do Guincho, Portugal, 15.10.2009, 28 m, 38° 43' 16 N, 09° 28' 31 W Abb. 8 Pinus halepensis in der Macchie bei Porto Tramatzu, Sardinien, 16.10.2015, 93 m, 39° 27' 27 N, 09° 37' 21 O

Abb. 9 Pinus halepensis-Wald an der Küste vor Villa Real de Santo Antonio, Portugal, 21.10.2010, 2 m, 37° 10' 59 N, 07° 25' 11 W Abb. 10 Deckender Bestand mit kriechenden Pinus halepensis in den Dünen der Praia do Guincho, Portugal, 15.10.2009, 23 m, 38° 43' 12 N, 09° 28' 38 W


Der Gattungsname Pinus L. wurde schon im Altertum genutzt, lat. "pinus" (= Föhre, Kiefer). Das Art-Epitheton halepensis stammt von arab. "Halab", der Stadt Aleppo in Syrien.

Für den Anbau in Mitteleuropa eignet sich Pinus halepensis als mediterraner Exot auch für kältere Regionen bis Z 7a. Hier gibt es schon eine ganze Reihe erfolgreicher Langfristversuche > 20 Jahre ohne Schutz. Durch Formschnitt können die Pflanzen eine dekorative Schirmkrone entwickeln. Pinus halepensis ist nicht anspruchsvoll an den Boden. Etablierte Pflanzen sind zudem ausgesprochen trockentolerant.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Pinus halepensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/pinus-halepensis.html am Tg.Mo.Jahr.

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