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Polystichum makinoi (Tagawa) Tagawa
  synonym: Polystichum aculeatum var. makinoi Tagawa
Makinos Schildfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
20–60 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Makinos Schildfarn stammt aus dem östlichen Asien (Bhutan, China, Japan und Nepal), wo die Pflanzen an felsigen Standorten in feuchten Wäldern oder Strauchgesellschaften in Höhen von 600–2.500 m über NN wachsen. Am Naturstandort ist er ein sehr häufiger Farn. Es sind immergrüne Pflanzen mit aufrechten oder aufsteigenden, kurzen Rhizomen, die von Spreuschuppen bedeckt sind. Kleinere Spreuschuppen sind braun, linear bis lanzettlich und größere Spreuschuppen sind oval-lanzettlich, bis 13 mm lang und gelblich-braun mit schwarzem Mittelstreifen. Die Wedel sind 2-fach gefiedert, haben einen gelblich-braunen, bis 23 cm langen Stiel, sind bis 60 cm lang, 3-eckig-lanzettlich, an der Basis bis 18 cm breit. Es finden sich 13–20 Paar bis 8 cm lange, wechselständige, kurz gestielte, lanzettliche, asymmetrische Fiederblätter. Je Fiederblatt gibt es 14–22 wechselständige, kurz gestielte, sichelförmige bis 3-eckige, bis 7 mm lange Fiederblättchen. Je Fiederblättchen finden sich bis 6 Paar Sori in jeweils 1 Paar beiderseits der Mittelrippe.

Abb. 1 Die 2-fach gefiederten, ausgereiften, glänzend grünen Wedel eines Polystichum makinoi, Privatgarten, 03.06.2017 Abb. 2 Jungpflanze 10–20 cm eines Polystichum makinoi im 0,5L-Topf mit frischen, hellgrünen Neuwedeln, Privatgarten, 03.06.2017

Der Gattungsname Polystichum Roth bedeutet gr. "polystichos" (= mit vielen Reihen), was sich vor allem auf die bei P. lonchitis (L.) Roth zahlreichen Fiedern erster Ordnung bezieht, die rechtwicklig zur Blattachse stehen. Das Epitheton makinoi wurde zu Ehren des japanischen Botanikers Tomitarô Makino (1862–1957) etabliert.

Polystichum makinoi ein immergrüner, exotischer Schildfarn, der mit dekorativen Wedeln aufwartet und Struktur in den Garten bringt. Ideal ist ein frischer, humoser Boden an einem schattigen bis halbschattigen Standort. Ansonsten sind die Pflanzen ausgesprochen anspruchslos was Nährstoffe und pH-Wert betrifft.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Polystichum makinoi. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/polystichum-makinoi.html am Tg.Mo.Jahr.

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