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Polystichum munitum (Kaulf.) Presl.
Bewehrter Schildfarn, Westamerikanischer Schwertfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
30–100 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Bewehrte Schildfarn stammt aus Nordamerika und siedelt dort in feuchten oder mesophilen, gemischt immergrünen Wäldern, seltener auf Felsstandorten, bis auf 2.200 m Höhe. Er ist auf dem nordamerikanischen Kontinent ein sehr häufiger Farn, sowohl am Naturstandort, als auch auch in Kultur. Seine immergrünen, kräftigen Wedel sind ein herausstechendes architektonisches Merkmal. Die Stämme sind gestreckt, manchmal aufsteigend, dicht bedeckt von braunen Schuppen oder älteren, vertrockneten Wedeln. Typischerweise sind die Wedel relativ starr, bogenförmig, bis 180 cm Länge, ohne Bulbillen, einfach gefiedert, mit 1–15 cm langen Fiederchen. Die runden, schildförmigen Häutchen (Indusien), die die Sporenhäufchen auf der Farnunterseite bedecken, sind mit Flimmerhärchen bedeckt.




Abb. 1 Blattunterseite des Polystichum munitum mit den runden, randständigen Sori, Botanischer Garten Düsseldorf, 19.02.2014 Abb. 2 Oberseite eines Wedels des Polystichum munitum, Botanischer Garten Düsseldorf, 19.02.2014

Abb. 3 Auch im Winter bietet das Polystichum munitum ein architektonisches Highlight. Botanischer Garten Düsseldorf, 19.02.2014 Abb. 4 Eine 2-jährige Jungpflanze des Polystichum munitum 10-20 cm im 0,5-Liter-Topf, Privatgarten, 23.03.2016

Abb. 5 Eine 2-jährige Jungpflanze des Polystichum munitum 10-20 cm im 0,5-Liter-Topf, Privatgarten, 23.03.2016



Der Gattungsname Polystichum Roth bedeutet gr. "polystichos" (= mit vielen Reihen), was sich vor allem auf die bei P. lonchitis (L.) Roth zahlreichen Fiedern erster Ordnung bezieht, die rechtwicklig zur Blattachse stehen. Das Epitheton munitum stammt von lat. "munitus" (= bewehrt) und dürfte sich die ledrig starren Wedel beziehen.

Polystichum munitum sind dekorative Farne, die durch den filigranen Wuchs und immergrünen Habitus gut in den Garten passen. Sowohl lichter Schatten als auch Halbschatten und sonnige Standorte werden toleriert, die Ansprüche an den Boden sind gering. Die Winterhärte dürfte in ganz Mitteleuropa ausreichend sein.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Polystichum munitum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/polystichum-munitum.html am Tg.Mo.Jahr.

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