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Quercus crassifolia Bonpl.
synonym:
  Quercus brachystachys Benth.
  Quercus chicamolensis Trel.
  Quercus errans Trel.
  Quercus felipensis Trel.
  Quercus miguelitensis Trel.
  Quercus mollis M. Martens & Galeotti
  Quercus moreliana Trel.
  Quercus orbiculata Trel.
  Quercus spinulosa M. Martens & Galeotti
  Quercus stipularis Bonpl.
Chicharrón-Eiche, Fagaceae - Buchengewächse
Frühlingblüher, IV–V, 4–15(–30) m hoch, sommer-, halbimmergrün, mehrjährig

Die Chicharrón-Eiche stammt aus Guatemala und Mexiko, wo die Pflanzen in Kiefern-Eichen-Wäldern auf 1.400–2.800 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Pflanzen wachsen aufrecht, meist einstämmig mit kugeliger bis breit ovaler Krone. Die Borke ist anfangs grau und weich, später dunkelgrau und tief rissig. Junge Zweige sind rotbraun behaart, später verkahlend und gefurcht. Die Laubblätter sind verkehrt eiförmig bis elliptisch, 8,5–25 cm lang, 4,5–10 cm breit, randständig gewellt, oben mit flachen, breiten Lappen, die in kurze, 1–3 mm lange Zähne auslaufen; junge Blätter sind oberseits anfangs leuchtend rot, später dunkelgrün und runzelig, mit behaarter Nervatur, unterseits dicht gelbbraun filzig; die Blattstiele sind 1–3 cm lang.

Männliche Kätzchen sind 8–10 cm lang. Weibliche Blüten sind achselständig zu 1–2, mit 1–2 cm langem Blüten(stands)stiel. Die Eicheln reifen im zweiten Jahr, stehen in Büscheln zu 1–3, sind 10–17 mm lang, 8–11 mm breit, sitzend bis kurz gestielt, eiförmig, mit einem halbkugeligen, 11–13 mm im Durchmesser großen Becher, der 1/3 der Eichel umfasst und flaumhaarige, angedrückte Schuppen aufweist.


Abb. 1 Randständig gewellte, runzelige Laubblätter der Quercus crassifolia in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026
Abb. 2 Laubblätter der Quercus crassifolia in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026
Abb. 3 Graue, glatte Borke einer jungen Quercus crassifolia in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026
Abb. 4 Frisch austreibene, rote Blätter der Quercus crassifolia in einem Privatgarten in Cunewalde, Sachsen, 04.06.2020
Abb. 5 Filzige, gelbraune Unterseite eines Laubblattes von Quercus crassifolia in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026


Der Gattungsname Quercus L. wurde schon im Altertum genutzt, lat. "quercus" bezeichnete Q. robur L., die Stiel-Eiche. Die etymologische Wurzel des Wortes bleibt unklar. Das Epitheton crassifolia stammt von lat. "crassus" (= dick, fett) und lat. "-folius" (= -blättrig), zu "dickblättrig", nach den Laubblättern. Siehe auch Quercus.

Die Chicharrón-Eiche ist eine dekorative Eiche mit auffälligem, leuchtend rotem Neuaustrieb. Sie bevorzugt lockere, mineralische, nicht zu trockene Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Quercus crassifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/quercus-crassifolia.html am Tg.Mo.Jahr.