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Ribes laurifolium Jancz.
Lorbeerblättrige Johannisbeere, Grossulariaceae - Stachelbeergewächse
Erstfrühlingblüher, III–V, 1–1,5 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Lorbeerblättrige Stachelbeere stammt aus Südwest-China (Guizhou, Sichuan und Yunnan), wo die Pflanzen in den Gebirgswäldern, auf Hügeln, entlang von Flüssen und in Felshabitaten auf Höhen von 2.100–3.600 m über NN wachsen. Es sind immergrüne, zweihäusige Sträucher oder kleine Bäume bis maximal 1,5 m Höhe, die niederliegend, aufsteigend oder kletternd wachsen. Junge Zweige sind weich, hellbraun und kahl. Am Ende der Zweige finden sich Laubblätter, die terminal zu 2–4 stehen, einen 7–18 mm langen Blattstiel haben und drüsig behaart sind. Die Blattspreite ist oval bis länglich elliptisch, bis 10 cm lang und 4,5 cm breit, ledrig, kahl, mit 3–5 Nerven und schwach gezähntem Rand. Männliche Blütentrauben sind hängend, 3–6 cm lang, bis zu 12-blütig mit gelblich-weißen, 10–12 mm im Durchmesser großen und gestielten Einzelblüten. Weibliche Blütenstände sind aufrecht, erst bei Fruchtreife hängend, 2–3 cm lang, mit gelblich-weißen,  6–8 mm im Durchmesser großen und gestielten Einzelblüten. Die Blütenkelche beider Geschlechter sind gelblich-grün, behaart oder kahl, bilden eine Röhre mit breiten, fast rundelichen Lappen. Später bilden sich rot-violette, eiförmige, bis 2 cm lange Früchte.



Abb. 1 Gelbgrüne, männliche Blüten des Ribes laurifolium im zeitigen Frühjahr in einem Privatgarten, 20.03.2017 Abb. 2 Männliche Blütentraube des Ribes laurifolium im zeitigen Frühjahr in einem Privatgarten, 20.03.2017

Abb. 3 Länglich ovales Laubblatt von Ribes laurifolium in einem Privatgarten, 20.03.2017


Der Gattungsname Ribes L. existierte schon vorlinnäisch und bezeichnete Sträucher mit säuerlich schmeckenden Beeren. Das Art-Epitheton laurifolium stammt von lat. "laurus" (Lorbeerbaum) und "-folium" (= -blättrig), zu lorbeerblättrig, nach der Ähnlichkeit der Laubblätter mit jenen des Laurus nobilis L.

Mit der Lorbeerblättrigen Johannisbeere gibt es einen hübschen, immergrünen und im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr blühenden Strauch, der hervorragend den Exotengarten in der noch kalten Jahreszeit aufwertet. Suchen Sie einen schattigen bis halbschattigen, auch mullreichen, immer leicht feuchten Standort unter Sträuchern, Bäumen oder im Schatten von Mauern.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Ribes laurifolium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ribes-laurifolium.html am Tg.Mo.Jahr.

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