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Schefflera taiwaniana (Nakai) Kaneh.
  synonym: Agalma taiwanianum Nakai
Alishan-Strahlenaralie, Alishan-Schefflera, Araliaceae - Araliengewächse
Hochsommerblüher, VIII–X, 1–4 m hoch, immergrün, mehrjährig

Schefflera taiwaniana ist ein Strauch oder kleiner Baum aus dem Nationalpark "Alishan National Scenic Area", wo auch das winterharte Alishan Salomonsiegel, Disporopsis arisanensis Hayata, herkommt. Die Pflanzen wachsen dort in der Strauchschicht der Wälder in Höhen von 2.000–2.900 m über NN. Es sind immergrüne, zwittrige Pflanzen mit grünbrauner bis gelbbrauner, weicher, glatter Borke und lockerer Verzweigung. Junge Zweige sind grün, gelbbraun und weisen flache Längsleisten auf. Die Laubblätter haben einen 10–15 cm langen Blattstiel und sind in 4–9 Abschnitte geteilt. Die Abschnitte sind 1–3 cm gestielt, schmal elliptisch bis länglich oval, 5–15 cm lang,  1,5–5 cm breit, papierartig, beiderseits kahl und ganzrandig. Der Blütenstand ist eine terminale, bis 30 cm lange Gesamtrispe mit mehreren bis 10 cm langen Seitenähren, die oft nur in den unteren Bereichen der Gesamtrispe stehen. Die Einzelblüten sind 5–6 mm gestielt und haben einen kahlen, 6-zähnigen Kelch. Später bilden sich kugelige, 5–7 mm große Früchte mit persistierendem Griffel.

Abb. 1 Geteiltes Laubblatt der Schefflera taiwaniana mit 11 Abschnitten als aff. taiwaniana bezeichnet. Privatgarten in Westerlo, Belgien, 13.08.2017 Abb. 2 Älteres Exemplar der Schefflera taiwaniana in einem Privatgarten in Whitecross, Penzance, Cornwall, UK, 05.03.2018

Abb. 3 Laubblätter von Schefflera taiwaniana in einem Privatgarten in Westerlo, Belgien, 13.08.2017 Abb. 4 Junger Zweig einer Schefflera taiwaniana mit gelbbraunen Längsleisten, Privatgarten, 12.04.2018

Abb. 5 Typisches mehrteiliges Laubblatt einer Schefflera taiwaniana, Privatgarten, 12.04.2018


Der Gattungsname Schefflera J. R. Forst. & G. Forst. wurde zu Ehren des deutschen Naturforschers Johann Peter Ernst von Scheffler (1739–1809) etabliert, der Beiträge zum Tentamen Florae Gedanensis von Gottfried Reygers (1704–1788) lieferte und mit den Forsters befreundet war. Das Art-Epitheton taiwaniana verweist auf den Naturstandort.

Schefflera taiwaniana gehört nach bisherigem Stand (2018) zu den winterhärtesten Arten der Gattung. Inwiefern die Pflanzen sich jedoch langfristig in den wintermilden Regionen als hart erweisen, bleibt abzuwarten. In England und Belgien haben sie schon –12 °C schadlos überstanden, Jungpflanzen in Mitteleuropa bei solchen Temperaturen teilweise Schäden erlitten. Langfristversuche fehlen noch, insbesondere in Mitteleuropa. Am besten sucht man sich einen halbschattigen bis schattigen Standort unter Bäumen aus, damit die Pflanzen ihr ganzes tropisches Potential entfalten können. Der Boden sollte locker sein, humos, nicht zu trocken aber ohne Staunässe.

Referenzen
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Schefflera taiwaniana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/schefflera-taiwaniana.html am Tg.Mo.Jahr.

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