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Sisyrinchium californicum Ait. f.
Kalifornische Binsenlilie, Kalifornisches Grasschwertel, Iridaceae - Schwertliliengewächse
Sommerblüher, V–VIII, 20–40 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Sisyrinchium californicum stammt aus den westlichen USA. In Westeuropa ist es eingebürgert und bildet beispielsweise in Irland stabile Bestände. Die Kalifornische Binsenlilie ist ein immergrünes Schwertliliengewächse mit linealen, schwertförmigen Blättern, die geschwungen fächerförmig aus einem kurzen Rhizom entspringen. Die kurzen Stämmchen sind breit geflügelt. Die Blüten sind hellgelb, beim Verwelken manchmal orange. Später erscheinen schwarze Fruchtkapseln mit drei Kammern, die zahlreiche kleine, rundliche, bräunliche Samen enthalten. Am Naturstandort bleiben die Pflanzen niedrig, wachsen eher mattenförmig und besiedeln feuchtere Standorte.


Abb. 1 Gelbe Blüte des Sisyrinchium californicum mit ihren 6 Perigonblättern, Privatgarten, 28.09.2014 Abb. 2 Links hellgelbe Blüte des Sisyrinchium californicum und rechts eine Blütenknospe, Privatgarten, 28.06.2014

Abb. 3 Geöffnete Fruchtkapseln mit den kleinen, rundlichen, braunen Samen von Sisyrinchium californicum, 12.07.2014 Abb. 4 Noch unreife Früchte von Sisyrinchium californicum, Privatgarten, 28.09.2014

Abb. 5 Etwa 2-jährige, blühende Pflanze des Sisyrinchium californicum im 0,5L-Topf, 28.06.2014


Der Gattungsname Sisyrinchium L. wurde schon im Altertum für bestimmte Pflanzen der Einkeimblättrigen genutzt. Allerdings ist die genaue Zuordnung nicht klar. So bezeichnet das gr. "sisyrigchion" möglicherweise die Berbernuß, Iris sisyrinchium L., und wurde auf (nicht mehr ermittelbare) Arten der Einkeimblättrigen mit essbarem Rhizom bezogen. Linné nutzte den Gattungsnamen für die früh aus Amerika nach Europa eingeführte Gattung der Iridacaeae, ohne dass die Etymologie letztlich klar wird. Das Epitheton californicum bezieht sich auf den Naturstandort der Art.

Mit der Kalifornischen Binsenlilie gibt es schon längerfristige Erfahrungen. Sie wachsen idealerweise im Vordergrund einer Pflanzung und vertragen auch feuchte Standorte, selbst wenn diese vorübergehend überflutet sind. Die Ansprüche an den Boden sind gering. Pflanzen die sich wohlfühlen breiten sich langsam über das sich verzweigende Rhizom aus. Auch selbständiges Aussäen ist schon beobachtet worden. Unerwünschte Exemplare können relativ einfach gerodet werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Sisyrinchium californicum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sisyrinchium-californicum.html am Tg.Mo.Jahr.

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