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Spergularia rubra (L.) J. Presl & C. Presl
  synonym: Arenaria campestris L.
                 Arenaria rubra L.
                 Spergularia campestris (L.) Asch.
                 Tissa rubra (L.) Britton
Rote Schuppenmiere, Caryophyllaceae - Nelkengewächse
Beginn Frühsommerblüher, V–IX, 05–25 cm hoch, immergrün, einjährig, kurzlebig

Die Rote Schuppenmiere tritt in Mitteleuropa überwiegend verbreitet auf, jedoch in Trockengebieten, Süddeutschland und dem Nordosten zerstreut. Das Verbreitungsgebiet ist zirkumpolar. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf Äcker, Weg- und Straßenrändern, Pflasterfugen und Ufern. Die Pflanzen sind niederliegend bis aufsteigend, stark verzweigt, mit linealen, gegenständigen, fleischigen, 4–25 mm langen und stachelspitzigen Laubblättern. Die Nebenblätter sind silberweiß, bis 4 mm lang und eiförmig. Die Kronblätter sind rosarot und etwas kürzer als der Kelch. Die Kelchblätter sind 4 mm lang. Staubblätter sind meist 10 und 3 Griffel. Die reifen Fruchtkapseln sind 4–5 mm lang und 3-klappig. Spergularia rubra-Samen haben keinen breiten Hautsaum, sind runzelig und ohne Stacheln.


Abb. 1 Pflanze der Spergularia rubra an eher trockenem Standort in der Sandausgrabung an den Maasterrassen bei Elmpt, Niederrhein, 19.05.2018, 43 m, 51° 12' 58 N, 06° 05' 10 O Abb. 2 Niederliegende bis aufsteigende Sprossachsen der Spergularia rubra an feuchterem Standort im Moorgebiet Ewiges Meer, Ostfriesland, 31.07.2018, 5 m, 53° 31' 51 N, 07° 26' 37 O

Abb. 3 Blühende Pflanze der Spergularia rubra auf reinem Torf im Moorgebiet Ewiges Meer, Ostfriesland, 31.07.2018, 5 m, 53° 31' 51 N, 07° 26' 37 O Abb. 4 Weiße, häutige und eiförmige Nebenblätter der Spergularia rubra. Sandausgrabung an den Maasterrassen bei Elmpt, Niederrhein, 19.05.2018, 43 m, 51° 12' 58 N, 06° 05' 10 O


Der Gattungsname Spergularia (Pers.) J. Presl & C. Presl (Schuppenmiere, Spärkling) wurde aufgrund der Neubestimmung von Arten der Gattung Spergula L. (Spergel, Spark) etabliert. Die Schuppenmiere unterscheidet sich von Spergula durch die gegenständigen Blätter und die Zahl der Griffel. Spergula hat quirlständige Blätter und 5 Griffel. Die Ableitung des Gattungsnamens Spergula dürfte aus dem Altokzitanischen, einer altrömischen Sprache Südfrankreichs stammen: "esparc", was wahrscheinlich der Spargel ist und auf Ähnlichkeiten der lineal-pfriemlichen Laubblätter und dem Standort auf Sandböden beruhen kann. Das Epitheton rubra stammt von lat. "ruber" (= rot) und beschreibt die Blütenfarbe

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Spergularia rubra. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/spergularia-rubra.html am Tg.Mo.Jahr.

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