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Stellaria aquatica (L.) Scop.
  synonym: Cerastium aquaticum L.
                 Larbrea aquatica (L.) Ser.
                 Malachium aquaticum (L.) Fr.
                 Myosanthus aquaticus (L.) Desv.
                 Myosoton aquaticum (L.) Moench
Wasserdarm, Caryophyllaceae - Nelkengewächse
Sommerblüher, VI–X, 15–120 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Wasserdarm tritt in Mitteleuropa fast überall verbreitet auf, im Bergland zerstreut und im Norden eher selten. Das Verbreitungsgebiet ist eurasisch, in Amerika ist die Art eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen an feuchte Ruderalstandorten oder nassen Staudenfluren. Die Stängel sind niederliegend bis aufsteigend oder klimmend, 4-kantig, zerbrechlich, unten meist kahl, oben drüsenhaarig. Die Laubblätter sind länglich eiförmig, sitzend, unten gelegentlich kurz gestielt, am Rand oft wellig. Die Kronblätter sind fast bis zum Grund 2-teilig, 1–1,5 mal so lang wie die 5–8 mm langen Kelchblätter. Die Blüten haben 5 Griffel und gelblich lilafarbene Staubblätter. Die Kapseln sind rundlich bis eiförmig, mit 6 mm etwa so lang bis etwas länger als der Kelch.


Abb. 1 Blüten der Stellaria aquatica mit den meist 1–1,5 mal längeren Kron- als Kelchblättern. Auf einer Weide in Neuss-Helpenstein, 07.09.2019, 41 m, 51° 08' 40 N, 06° 39' 45 O Abb. 2 In den oberen Bereichen sind die Stängel von Stellaria aquatica drüsenhaarig. Auf einer Weide in Neuss-Helpenstein, 07.09.2019, 41 m, 51° 08' 40 N, 06° 39' 45 O


Der Gattungsname Stellaria L. leidet sich ab von lat. "stellaris" (= sternförmig) und beschreibt die sternenförmige Krone. Das Epitheton aquatica stammt von lat. "aquaticus" (= Wasser-), nach dem Standort der Pflanzen.

Bei den Sternmieren sind die Kronblätter fast bis zum Grund 2-teilig oder fehlen ganz, lediglich bei Stellaria holostea L. sind sie bis zur Hälfte geteilt. Bei den ähnlichen Hornkräutern, Cerastium L., sind die Kronblätter maximal bis zur Hälfte geteilt.

Stellariae aquaticae sind Pflanzen, die meist als Unkräuter empfunden und entfernt werden. Dennoch sind die Pflanzen in Staudenbeeten mit ihrer fragilen Architektur und der langen Blütezeit durchaus attraktiv.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Stellaria aquatica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/stellaria-aquatica.html am Tg.Mo.Jahr.

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