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Trachycarpus princeps Gibbons, Spanner & Chen
Steintor-Hanfpalme, Arecaceae - Palmen
Frühlingblüher, III–VII, bis 10 m hoch, immergrün, mehrjährig

Beim Trachycarpus princeps handelt es sich um eine Hanfpalme, die ganz im Süden Chinas beheimtat ist, in Yunnan. Dort wächst sie an steilen Kalksteinklippen im Tal des Salween Flusses auf einer Höhe von 1.500–1.900 m über NN. Sie hat einen ähnlichen Habitus wie T. martianus, als welche sie auch über die Jahre hinweg interpretiert wurde. Dennoch gehört T. princeps zur Gruppe der Hanfpalmen mit nierenförmigen Früchten, die anfangs gelbes Fruchtfleisch haben, später schwarz. Die weißen Blattunterseiten und die regelmäßig eingeschnittenen Blattspreiten sind ein typisches Merkmal.

Abb. 1 Ein Trachycarpus princeps in der Steilwand der Kalkfelsen am Naturstandort, Yunnan, China, etwa 13.12.2009 Abb. 2 Zahlreiche Trachycarpi princeps in der Steilwand der Kalkfelsen am Naturstandort, Yunnan, China, etwa 13.12.2003

Abb. 3 Nierenförmige Früchte des Trachycarpus princeps dunkeln im reifen Zustand nach und werden braun-schwarz. 13.12.2003, Photo R. Meeldijk Abb. 4 Ungefähr 5-jähriger Trachycarpus princeps 20–30 cm im 2L-Topf mit beginnender Stammbildung, Privatgarten

Abb. 5 Etwa 6-jähriger Trachycarpus princeps 30–40 cm im 2L-Topf, Privatgarten Abb. 6 Der wohl am längsten in Mitteleuropa ausgepflanzte Trachycarpus princeps in Rengsdorf, Rheinland, 23.07.2007

Abb. 7 Der selbe Trachycarpus princeps wie Abb. 6, Privatgarten in Rengsdorf, Rheinland, 23.07.2007 Abb. 8 Etwa 7-jähriger Trachycarpus princeps 40–50 cm im 10L-Topf mit schon guter Stammbildung, Privatgarten



Der Gattungsname Trachycarpus leitet sich ab von gr. "trachys" (= rauh) und gr. "karpos" (= Frucht), was wahrscheinlich auf die relativ "harten" Früchte der Pflanze abzielt. Möglich erscheint auch ein Benennungsmotiv nach den rauhen Stammfasern und den davor liegenden Fruchtständen mit ihren Beeren. Das Art-Epitheton princeps stammt von lat. "princeps" (= der Erste, Fürst) und soll wohl eine herausragende Stellung innerhalb der Gattung proklamieren.

Die Aussaat ist im Vergleich zu anderen Trachycarpus-Arten wesentlich komplexer. Die Samen können bei einer Temperatur von 25 °C zum Keimen gebracht werden. Das vorherige, mehrtägige Aufquellen im warmen Wasserbad ist hierfür hilfreich. Die Keimung braucht sehr lange, bis zu zwei Jahre und mehr ist normal.

Die Winterhärte ist bisher noch nicht hinreichend getestet, dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach ähnlich derer des Trachycarpus fortunei (Hook.) H. Wendl. sein. Hieraus würde sich dann die Empfehlung ableiten, ausgepflanzte Palmen in Abhängigkeit von Witterungsverlauf und Klimazone mit Winterschutz zu versehen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Trachycarpus princeps. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/trachy-prin.html am Tg.Mo.Jahr.

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