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Veronica persica Poir.
  synonym: Veronica buxbaumii Ten.
                 Veronica byzantina BSP.
                 Veronica diffusa Raf.
                 Veronica meskhetica Kem.-Nath.
                 Veronica polita Fr.
                 Veronica precox Raf.
                 Veronica rotundifolia Sessé & Moc.
                 Veronica tournefortii C.C. Gmel.
Persischer Ehrenpreis, Plantaginaceae - Wegerichgewächse
Winter-, Vorfrühlingblüher, I–XII, 05–15 cm hoch, 10–60 cm lang, immergrün, einjährig

Der Persische Ehrenpreis tritt in Mitteleuropa überwiegend gemein auf. Ursprünglich stammt er aus dem asiatischen Raum und tritt inzwischen zirkumpolar auf. Als Kulturfolger besiedelt er bevorzugt Ruderalstandorte entlang von Wegen, Äcker, Gärten und Weinbergen. Die Pflanzen wachsen niederliegend, kriechend, bewurzeln aber an den Knoten nicht. Die Laubblätter sind eiförmig, kerbig gezähnt, kahl oder behaart, mit Stiel. Die Blüten stehen in lockeren Trauben, sind bis 15 mm groß, himmelblau mit weißem Schlund und hellem unterem Kronblatt. Die Krone überragt den Kelch deutlich. Später bilden sich bis 10 mm breite Kapselfrüchte, die stumpfwinkelig eingeschnitten und behaart sind. Die Fruchtstiele sind deutlich länger als die Laubblätter


Abb. 1 Sprossachse der Veronica persica, unter einem Gehölzstreifen in Stirpe, Westfalen, 22.04.2017, 89 m, 51° 37' 22 N, 08° 18' 50 O Abb. 2 Blüte der Veronica persica mit dem weißen Schlund und fast weißem, unterem Kronblatt. Am Rand der Störtebeckerstraße auf Langeoog, 03.08.2010, 0 m, 53° 43' 49 N, 07° 29' 16 O


Abb. 3 Niederliegende Sprossachse von Veronica persica am Rand der Störtebeckerstraße auf Langeoog, 03.08.2010, 0 m, 53° 43' 49 N, 07° 29' 16 O Abb. 4 Behaarter Stängel und lange Blüten-/Fruchtsiele von Veronica persica. Am Rand der Störtebeckerstraße auf Langeoog, 03.08.2010, 0 m, 53° 43' 49 N, 07° 29' 16 O


Abb. 5 Locker behaarte Laubblätter und lange Fruichtstiele der Veronica persica an einem Gehölzstreifen in Stirpe, Westfalen, 22.04.2017, 89 m, 51° 37' 22 N, 08° 18' 50 O


Etymologisch ist die Benennung der Art nicht eindeutig. Der Gattungsname Veronica L. umfasste vorlinnäisch eine ganze Reihe von Arten, auch verschiedener Gattungen. Möglich wäre eine Ableitung nach der Heiligen Veronika, einer nachbiblischen Legendengestalt, die Jesus das Schweißtuch auf seinem Weg nach Golgatha reichte. In einigen romanischen Sprachen ist mithin der Wortstamm "veronica" für beides, die Pflanze und das Schweißtuch, zutreffend. Das Epitheton persica kommt von lat. "persicus" (= persisch), nach dem Vorkommen der Art in Persien.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Veronica persica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/veronica-persica.html am Tg.Mo.Jahr.

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