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Woodwardia unigemmata (Makino) Nakai
Perlenfarn, Blechnaceae - Rippenfarngewächse
bis 120 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Woodwardia unigemmata ist ein immergrüner Farn, der in Wäldern und an Straßenrändern wächst. Das Verbreitungebiet reicht von Pakistan bis Japan in Höhen von 400–3.000 m. Die Pflanzen bilden kräftige, niederliegende Rhizome, die von braunen Schuppen bedeckt sind. Die Wedel sind bis 100 × 50 cm groß, breit-oval bis lanzettlich, zweifach gefiedert, ledrig und tragen 7–15 Paare, bis 30 cm langer Fiedern, mit 14–20 Paaren von Fiederblättchen. Beim Austrieb sind die Wedel kastanienbraun bis rotbraun. Die Wedelstiele sind kräftig, bis 50 cm lang. Meist tragen die Wedel eine Bulbille, manchmal zwei, gelegentlich zahlreiche, welche relativ groß sind und subterminal unterhalb der Achsenspitze der oberen Fieder liegen. Die Sori sind länglich, in rinnigen Vertiefungen der Wedel, mit Indusien, die an den äußeren Wedelnerven befestigt sind. Erfahrungen aus England zeigen, dass die Vegetationsperiode kaum ausreicht, dass die Sori ausreifen können. Da dies meist bis ins kommende Jahr dauert, sind nur selten keimende Jungpflanze zu beobachten. Meist breiten sich die Pflanzen mittels der Bulbillen aus.


Abb. 1 Woodwardia unigemmata in einem Privatgarten bei Rösrath, 07.06.2015 Abb. 2 Kastanienbrauner Neuaustrieb der Woodwardia unigemmata, Privatgarten bei Rösrath, 07.06.2015


Abb. 3 Woodwardia unigemmata in einem Privatgarten bei Rösrath, 07.06.2015


Der Gattungsname Woodwardia Sm. wurde zu Ehren des englischen Botanikers Thomas Jenkinson Woodward (1745–1820) etabliert. Das Art-Epitheton unigemmata stammt von lat. "unus" (= einer) und lat. "gemmatus" (= mit Perlen besetzt) zu "mit einer Perle besetzt", was sich wahrscheinlich auf die Bulbille am Ende der Fiedern bezieht, gleichwohl es auch Pflanzen mit mehr als einer Bulbille pro Wedel gibt.

Mit Woodwardia unigemmata gibt es noch nicht sehr lange Erfahrungen im mitteleuropäischen Garten. Erst Ergebnisse sind jedoch ermutigend, zumindest in den wintermilden Regionen. Will man sicher gehen, ist eine Abdeckung ratsam. Woodwardiae bevorzugen einen feuchten Standort, gerne an Gewässern, mull- und humusreiche Böden, am besten leicht sauer im lichten Schatten. Um die grazilen, überhängenden Wedel zur Geltung zu bringen, ist ein freier Standort ratsam. An den Wedelspitzen bilden sich oft Bulbillen, die man absenken und sich bewurzeln lassen kann.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Woodwardia unigemmata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/woodwardia-unigemmata.html am Tg.Mo.Jahr.

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