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Beschorneria yuccoides K. Koch
Yuccaähnliche Beschornerie, Agavaceae - Agavengewächse
 oder: Asparagaceae - Spargelgewächse)
Frühling-Sommerblüher, IV–VIII, 30–60 cm, immergrün, mehrjährig

Beschorneria yuccoides stammt aus dem Hochland Mexikos (Hidalgo, Veracruz und Puebla), wo die Pflanzen an felsigen Hängen und in lichten Wäldern auf 2.700–3.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Sie sind stammlos und haben Rosetten aus 15–35 linearen bis lanzettlichen, grau-grünen, weichen, 40–90 cm langen, 3,3–10 cm breiten Laubblättern mit leicht gezähntem Rand.

Die Blütenstandssachse ist 1–1,8(–3,2) m hoch, aufrecht, dunkel rot mit bis zu 20 hängenden, roten bis rötlich-braunen, bis 30 cm langen Teilblütenständen; die Hochblätter sind rot; die Blütenstiele sind 0,4–3 cm lang; die Einzelblüten sind 4–5 cm lang, röhrenförmig, rot oder grün-gelblich mit grüner Spitze; die Perigonblätter sind länglich-linear oder spatelförmig, 3,3–4 cm lang und 0,3–0,7 cm breit. Später bilden sich längliche bis fast kugelige, 3–4 cm lange, 1,5–2,5 cm breite Früchte, die zahlreiche 7–8 mm lange, 3,5–5 mm breite, schwarze Samen enthalten.


Abb. 1 Pflanze der Beschorneria yuccoides in einem Privatgarten, im Winter mit Schutz, 01.06.2015
Abb. 2 Prächtiger Bestand der Beschorneria yuccoides in einer öffentlichen Pflanzung in Perpignan, Südfrankreich, 11.10.2005
Abb. 3 Topfpflanze 20–30 cm der Beschorneria yuccoides, Privatgarten
Abb. 4 Putative Hybride der Beschorneria yuccoides mit B. septentrionalis Garcia-Mend. in einem Privatgarten in Gloucester, England, 04.03.2018
Abb. 5 Glänzend schwarze Samen einer Beschorneria septentrionalis × yuccoides, Privatgarten, 11.01.2026
Abb. 6 Röhrenförmige, grün-rote Blüten einer Hybride der Beschorneria septentrionalis × yuccoides, Privatgarten, 15.06.2018
Abb. 7 Einzelblüten einer Hybride der Beschorneria septentrionalis × yuccoides, Privatgarten, 15.06.2018
Abb. 8 Aufreißende Früchte der Beschorneria septentrionalis × yuccoides, Privatgarten, 11.01.2026
Abb. 9 Rosetten der Beschorneria yuccoides in Perpignan, Südfrankreich, 11.10.2005
Abb. 10 Rosette der Beschorneria yuccoides, Privatgarten, Sommer 1998, Pflanze lebt mittlerweile (2016) nicht mehr


Der Gattungname Beschorneria Kunth wurde zu Ehren des deutschen Botanikers und Arztes Friedrich Wilhelm Christian Beschorner (1806–1873) etabliert. Das Art-Epitheton yuccoides verweist auf die Ähnlichkeit des Habitus mit dem der Yuccae L., gr. "-oeides" (= -ähnlich), zu "yuccaähnlich".

Beschorneria yuccoides ist mäßig frosttolerant und hat mit –12 °C schon die Grenze erreicht. Daher ist eine Pflanzung nur dem experimentierfreudigen Gärtner zu empfehlen. Besser ist eine Kultur als Kübelpflanze, dann kann sie sehr spät eingeräumt werden und ziert mit ihren großen kräftigen Blättern die Terrasse oder den Wintergarten. Alternativ bieten sich Hybriden mit Beschorneria septentrionalis an, von denen es inzwischen einige frosthärtere Selektionen gibt, die in Mitteleuropa schon geringere Temperaturen als –13 °C überlebt haben.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Thiede, J. 2001: Agavaceae. In: Eggli., U: Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons. – Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 5–101.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Beschorneria yuccoides. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/beschorneria-yuccoides.html am Tg.Mo.Jahr.