Sedum telephium L.
einschließlich:
Sedum maximum (L.) Hoffm.
Sedum telephium ssp. maximum (L.) Krocker
synonym:
Hylotelephium telephium (L.) H. Ohba
Sedum purpureum (L.) Schult.
Purpur-Fetthenne, Purpur-Waldfetthenne, Crassulaceae - Dickblattgewächse
Hochsommerblüher, VII–X, 25–60 cm hoch, sommergrün, mehrjährig
Die Purpur-Fetthenne tritt im Westen Mitteleuropas verbreitet, ansonsten selten bis zerstreut auf. Ihr Verbreitungsgebiet ist europäisch-asiatisch, in Nordamerika ist sie eingebürgert. Bevorzugt besiedelt sie Steinschutt- und Geröllflächen, sowie Ruderalstandorte an Wegrändern, Extensiväckern, Gebüsch- und Waldsäumen. Es sind sommergrüne, sukkulente Pflanzen mit dicken fleischigen Blättern, die mehr oder weniger gezähnt und sitzend sind. Zum Grund hin sind die Blätter verschmälert. Meist sind die Laubblätter wechselständig, gelegentlich gegenständig oder in 3er-Quirlen. Die Blütenstände sind Trugdolden, weiß-gelblich oder rot bis purpurfarben.








Die Abgrenzung des Sedum telephium vom sehr ähnlichen S. maximum L. (Hoffm.) ist manchmal schwierig. Letzteres hat meist gegenständige oder in 3er-Quirlen sitzende Blätter. Allerdings sind manche Sippen nicht eindeutig zuzuordnen, insbesondere im Hinblick auf die unzureichend geklärte Taxonomie der großblättrigen Fetthennen. Manche Autoren behandeln diese dann als eine Art mit mehreren Unterarten, beispielsweise S. maximum in der Flora Europaea als S. telephium ssp. maximum (L.) Krock. Andere Autoren sehen Hylotelephium telephium als gültiges Binomen an.
Der Gattungsname Sedum war schon vor vorlinnäisch gebräuchlich, lat. "sedum" (= Hauswurz). Er umfasste da aber mehrere Gattungen wie beispielsweise Sempervivum L. oder Aizoon L. und nicht nur exklusiv die Fetthennen. Das Epitheton telephium stammt von gr. "telephion" (= wilde Hauswurz). Das genaue Benennungsmotiv ist jedoch unklar, entweder von einem Krieger mit Namen Telephus, dessen Wunde im Trojanischen Krieg mit der Fetthenne behandelt wurde, oder von Telephos von Pergamon, der als Archetyp des langlebigen Menschen galt.
Sedum telephium ist eine dekorative Art für den Garten. Es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Blüh- und Blattfarben. Ideal sind trockene und sonnige Standorte. Kombinationen mit Yuccas oder anderen Xerophyten bieten sich geradezu an, da S. telephium problemlos winterhart ist und mit seinem sukkulenten Aspekt gut harmonisiert.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Sedum telephium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sedum-telephium.html am Tg.Mo.Jahr.