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Mittlere Höhenlagen des Himalaya
In den etwas höheren Lagen, zwischen 1.500 und 2.500 m ändert sich die Flora grundlegend. "Tropische Elemente" fehlen fast vollständig, gleichwohl einige Palmenarten, die geringe bis mäßige Fröste tolerieren können, auch dort kultiviert werden. Beispielsweise Phoenix sylvestris, verschiedene Trachycarpus oder seltener Rhapis excelsa. Zumeist werden sie in geschützten Gärten oder an mikroklimatisch günstigen Stellen gepflanzt. Die vorherrschende Flora jedoch besteht neben der in riesigen Plantagen kultivierten Teepflanze (Camelia sinensis) aus immergrünen Rhododendren, riesigen Trockenwäldern und Koniferen. Die gut winterharte Cryptomeria japonica D.Don. bildet mächtige, beeindruckende Bestände in Höhen um die 2.000 m, gleichwohl dieses Taxodium-Gewächs ursprünglich aus Japan stammt. Als schnellwachsender Baum eignet er sich gut für die Holzgewinnung und kann Höhen von bis zu 40 m erreichen

Trachycarpus fortunei in einem Bergdorf. Hier gemeinsam mit Cordyline australis, die in den letzten Jahren auch zunehmend an Beliebtheit gewinnt:

Im Unterwuchs an weniger frostgefährdeten Stellen, wo immergrüner Bewuchs und Südlagen starke Fröste verhindern, findet sich ein "palmähnliches Gras", Molineria capitulata (früher: Curculigo recurvata). Eigentlich handelt es sich um eine Zwiebelpflanze, die zu den Amaryllisgewächsen gezählt wird:

In Höhen unterhalb von 2.000 m bildet ursprünglicher Trockenwald dichte Bestände aus Baumriesen, die ohne weiteres 20 bis 25 m an Höhe und vereinzelt auch mehr erreichen können. Hauptsächlich werden die Bestände aus Nyssa javanica, Eleocarpus lanceofolius, Michelia cathcertii, Castanopsis hystrix, Symplococcus theifolia und Engelhardtia spicata gebildet:

Eindrucksvolle Höhen bis 15 m und eine wunderschöne Blüte im Frühjahr, Magnolia campbellii Hook.f.& Thomson. Die weißblühende Form dieser laubabwerfenden Magnolie wächst bevorzugt in Rhododendron und Cryptomeria-Wäldern zwischen 2000 und 3100 m Höhe. Die Blüte erscheint zwischen März und Mai:

Hortikulturell oft angepflanzt wird die rosa-violett blühende Sorte von Magnolia campbellii. Sie kommt nur in Nordbengalen und Sikkim vor. Der Volksname ist Lal Chanp, während die weiße Form Ghoge Chanp genannt wird.

In etwas höheren Lagen oberhalb von 2.000 m sehr oft anzutreffen ist der baumförmige Rhododendron arboreum mit seinen rötlichen Blüten. Er kann Höhen bis 20 m erreichen:

Nicht eine der höchsten Bambusse, aber sehr häufig in dichten Beständen im Unterwuchs: Shibataea kumasaca, ein importierter Bambus aus Japan und China. Die riesigen Bambusse findet man gewöhnlich nur unterhalb von 1.500 m, während in mittleren Höhenlagen nur niedrige Zwergformen oder mittelgroße Arten zu finden sind:

Nicht nur in Australien, sondern ebenfalls im Himalaya kommen natürlicherweise Baumfarne vor. Einzelne Exemplare sind bis 2.400 m hinauf zu finden und tolerieren mäßige Fröste, Cyathea arborea:


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