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Dittrichia viscosa (L.) Greut.
  synonym: Cupularia viscosa (L.) Godr. & Gren.
                 Erigeron viscosus L.
                 Inula viscosa (L.) Aiton
Klebriger Alant, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommer-Herbstblüher, VIII–XI, 50–130 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Dittrichia viscosa stammt aus dem Mittelmeerraum, wo die Pflanzen bevorzugt ruderale Standorte, Brachland, Wegränder, Bach- und Flussufer oder Weideflächen besiedeln. Da die Pflanzen von Weidetieren gemieden werden, können sie auf manchen Weideflächen dichte Bestände mit hohem Deckungsgrad bilden. Die Pflanzen sind mehrjährig, aufrecht bis aufsteigend wachsend, am Grund verholzend und unangenehm riechend. Die Laubblätter sind länglich lanzettlich, ganzrandig oder gesägt, die oberen zur Hälfte stängelumfassend. Die Blüten erscheinen in langen rispigen Blütenständen, sind bis 1,5 cm im Durchmesser groß, mit gelborangen Röhrenblüten und hellgelben Zungenblüten. Später bilden sich Früchte mit "Fallschirm" (Pappus).


Abb. 1 Fruchtende Dittrichia viscosa am Strand von Portinho d'Arrabida, Portugal, 19.10.2009, 5 m, 38° 28' 49 N, 08° 58' 44 W Abb. 2 Die gelben Blüten der Dittrichia viscosa an einem Wegesrand am Monte Nai, Costa Rei, Sardinien, 14.10.2016, 95 m, 39° 15' 45 N, 09° 34' 02 O

Abb. 3 Fruchtende Dittrichia viscosa (vorne) zusammen mit der Strauchmelde, Atriplex halimus L. (hinten links), an der Felsküste des Praia do Guincho, Portugal, 21.10.2009, 6 m, 38° 43' 42 N, 09° 28' 35 W Abb. 4 Massenbestand von Dittrichia viscosa auf einer Weidefläche bei Costa Rei, Sardinien, 15.10.2016, 11 m, 39° 14' 28 N, 09° 33' 40 O

Abb. 5 Basal verholzender Strauch von Dittrichia viscosa an einem Wegesrand am Monte Nai, Costa Rei, Sardinien, 14.10.2016, 95 m, 39° 15' 45 N, 09° 34' 02 O Abb. 6 Farbenfroher Bestand von Dittrichia viscosa auf einer gestörten Brache am Monte Nai, Costa Rei, Sardinien, 14.10.2016, 102 m, 39° 15' 43 N, 09° 34' 02 O

Abb. 7 Gesägte und ganzrandige, länglich lanzettliche Laubblätter von Dittrichia viscosa, Wegesrand am Monte Nai, Costa Rei, Sardinien, 14.10.2016, 95 m, 39° 15' 45 N, 09° 34' 02 O Abb. 8 Das Behaarte Weidenröschen, Epilobium hirsutum L., zusammen mit Dittrichia viscosa an einem Wegesrand am Monte Nai, Costa Rei, Sardinien, 14.10.2016, 95 m, 39° 15' 45 N, 09° 34' 02 O


Der Gattungsname Dittrichia Greuter wurde zu Ehren des deutschen Botanikers Manfred Dittrich (1934- ) etabliert. Das Epitheton viscosa leitet sich ab von lat "viscosus" (klebrig), nach der klebrigen Beschaffenheit der Pflanzen.

Der Klebrige Alant ist ein hübscher Herbstblüher und wohl kaum in Kultur in Mitteleuropa. Von daher lässt sich nur wenig zur Winterhärte wenig sagen; es gibt allerdings entlang des Mittelrheins unbeständige Vorkommen, so dass man eine Winterhärte bis Z 7b postulieren darf.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Dittrichia viscosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/dittrichia-viscosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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