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Dryopteris filix-mas (L.) Schott
  synonym: Aspidium depastum Schkuhr
                 Aspidium erosum Schkuhr
                 Aspidium expansum D. Dietr.
                 Aspidium filix-mas (L.) Sw.
                 Aspidium mildeanum Göpp.
                 Aspidium nemorale (Salisb.) Gray
                 Aspidium opizii Wierzb.
                 Aspidium umbilicatum (Poir.) Desv.
                 Aspidium veselskii Hazsl. ex Domin
                 Dryopteris patagonica Diem
                 Lastrea filix-mas (L.) C. Presl
                 Nephrodium crenatum Stokes
                 Nephrodium filix-mas (L.) Rich.
                 Polypodium filix-mas L.
                 Polypodium heleopteris Borkh.
                 Polypodium nemorale Salisb.
                 Polypodium umbilicatum Poir.
                 Polystichum polysorum Tod.
Gewöhnlicher Wurmfarn, Dryopteridaceae - Wurmfarngewächse
15–150 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Gewöhnliche Wurmfarn tritt in Mitteleuropa überwiegend verbreitet bis gemein auf, in den mitteldeutschen Trockengebieten zerstreut. Sein Verbreitungsgebiet ist zirkumpolar und südamerikanisch. Bevorzugt siedelt er in Wäldern, Strauchgesellschaften, an Wegrändern und Bahnanlagen. Es sind sommergrüne Pflanzen mit einem kurzen, etwas aufsteigenden Rhizom aus dem 1 oder wenige trichterförmige Schöpfe wachsen. Die Wedel sind dunkelgrün, 2-fach gefiedert, lanzettlich im Umriss und haben einen Stiel, der am Grund dicht und auf der Wedelachse (Rhachis) locker mit einfarbigen, hellbraunen Spreuschuppen bedeckt ist. Es finden sich 20–35 kurze gestielte oder sitzende Fiederpaare je Wedel. Die Fiederchen sind kurz, rundlich gestutzt und gezähnt. Unterseits finden sich je Fiederchen 3–10 rundliche, bis 1,5 mm messende Sori, die vom einem nierenförmigen ("wurmförmigen"), dünnen, grünlich-grauen Schleier (Indusium) bedeckt sind. Bei Sporenreife schrumpft der Schleier und gibt die bräunlichen Sporangien frei.


Abb. 1 Lanzettlicher, 2-fach gefiederter Wedel der Dryopteris filix-mas an einem schattigen Standort im Wäldchen auf Langeoog, 6 m, 53° 44' 15 N, 07° 28' 39 O, 26.07.2017 Abb. 2 Planzen der Dryopteris filix-mas an einem vollsonnigen, bodenfeuchten Standort in einer Hochstaudenflur am Ostende auf Langeoog, 4 m, 53° 45' 14  N, 07° 35' 17 O, 26.07.2017

Abb. 3 Planze der Dryopteris filix-mas mit trichterförmigem Habitus und Trockenschäden auf einem vollsonnigen Halbtrockenrasen am Ostende auf Langeoog, 4 m, 53° 45' 13  N, 07° 35' 22 O, 26.07.2017


Der Gattungsname Dryopteris Adans. stammt von gr. "drys" (= Eiche) und gr. "pteris" (= Flügel, Farn), zu "Eichenfarn", übertragen auf eine Farn- oder Moossippe die an Eichen wächst. Ein Motiv, das sich wohl auf den in gemäßigten Breiten häufig in Eichenmischwäldern wachsenden D. filix-mas bezieht. Das Epitheton filix-mas stammt von lat. "filex" (= Farn) und lat. "mas" (= Mann, hier im Sinne von männlicher Pflanze), zu "männlicher Farn". In der Antike war die Sichtweise gängig, dass es sich beim Gewöhnlichen Wurmfarn um den männlichen Part zum weiblichen Wald-Frauenfarn, dem Athyrium filix-femina (L.) Roth, handelte.

Unterscheidungsmerkmale zur Dryopteris affinis (Lowe) Fraser-Jenk.:

Dryopteris affinis

Dryopteris filix-mas

Immergrün
Wedelachse mit reichlich Spreuschuppen
Violett-schwarzer Fleck der Fiedern am Wedelansatz
Sporangien erst nach 1/3 der Wedellänge
Sommergrün
Wedelachse mit spärlich Spreuschuppen
Kein violett-schwarzer Fleck der Fiedern am Wedelansatz
Sporangien auf der gesamten Wedellänge


Dryopteris filix-mas wird schon lange in Gärten kultiviert. Es sind dekorative Sommerfarme, die durch den trichterförmigen Wuchs gut an schattigen Stellen im Garten gedeihen. Auch Halbschatten und sonnige Standorte werden toleriert, sofern die Pflanzen feucht stehen. Der Boden sollte neutral bis leicht sauer sein; Boden- als auch Luftfeuchte unterstützen gutes Gedeihen. Die Winterhärte ist in ganz Mitteleuropa ausreichend.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Dryopteris filix-mas. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/dryopteris-filix-mas.html am Tg.Mo.Jahr.

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