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Erodium cicutarium (L.) L'Hér.
Gewöhnlicher Reiherschnabel, Geraniaceae - Storchschnabelgewächse
Ende Erstfrühlingblüher, IV–X, 10–30 cm hoch, (sommer-)immergrün, ein-(zwei-)jährig

Der Gewöhnliche Reiherschnabel ist im nördlichen Mitteleuropa gemein, während er in südlichen Bundesländern zerstreut auftritt. Er besiedelt Äcker, Weinberge, Wegränder, Sandtrockenrasen und Ruderalstellen an Bahngleisen oder gestörten Flächen. Die Pflanzen sind einjährig-überwinternd und wachsen niederliegend oder aufrecht. Die Stängel sind behaart und wenig drüsig. Die Laubblätter sind sitzend, gefiedert, tief fiederspaltig bis fast zur Blattachse. Die Blütenstände sind 5–8-blütige Dolden mit 5-zähligen Blüten. Die Kronblätter sind rosa, selten weiß, 4–11 mm lang, meist haben einzelne Kronblätter einen dunklen Fleck am Grund. Später bilden sich 25–40 mm lange, schnabelartig verlängerte Fruchtblätter.



Abb. 1 Gefiederte Laubblätter des Erodium cicutarium, Wegesrand auf Sand an einem Gebüschstreifen bei Dorsten-Rhade, 16.04.2016, 55 m, 51° 45' 26 N, 06° 56' 13 O Abb. 2 Pflanze des Erodium cicutarium auf einer Wiese am Schwimmbad auf Langeoog, 13.08.2011, 6 m, 53° 45' 00 N, 07° 28' 41 O

Abb. 3 Blüten und Schnabelfrüchte des Erodium cicutarium am Hallenbad auf Langeoog, 13.08.2011, 6 m, 53° 45' 00 N, 07° 28' 42 O Abb. 4 Blüte des Erodium cicutarium am Wegesrand bei Altvogtsburg, Kaiserstuhl, 31.03.2016, 331 m, 48° 05' 36 N, 07° 40' 56 O

Abb. 5 Blütenstand des Erodium cicutarium am Wegesrand bei Altvogtsburg, Kaiserstuhl, 31.03.2016, 331 m, 48° 05' 36 N, 07° 40' 56 O Abb. 6 Pflanze des Erodium cicutarium am Wegesrand bei Altvogtsburg, Kaiserstuhl, 31.03.2016, 331 m, 48° 05' 36 N, 07° 40' 56 O

Abb. 7 Behaarter Stängel von Erodium cicutarium, Wegesrand auf der Büdericher Insel, Wesel, 30.04.2016, 23 m, 51° 38' 42 N, 06° 36' 33 O Abb. 8 Blühende Pflanze des Erodium cicutarium am Wegesrand auf Sand an einem Gebüschstreifen bei Dorsten-Rhade, 16.04.2016, 55 m, 51° 45' 26 N, 06° 56' 13 O

Abb. 9 Grundständige Laubblattrosette von Erodium cicutarium, in den Weinbergen der Landskrone bei Heppingen im Ahrtal, 29.10.2016, 125 m, 50° 32' 55 N 07° 10' 12 O Abb 10 Schnabelartige Früchte des Erodium cicutarium in den Weinbergen der Landskrone bei Heppingen im Ahrtal, 29.10.2016, 125 m, 50° 32' 55 N 07° 10' 12 O



Der Gattungsname Erodium L'Hér. stammt von gr. ""erodios" (= Reiher), nach den Fruchtschnäbeln. Das Epitheton cicutarium stammt von lat. "cicutarius" (= Schierling) und wurde schon vorlinnäisch für eine Reihe verschiedener Doldenblütler genutzt, deren Laubblätter den Wasserschierlingen, Cicuta L, ähneln.

Erodium cicutarium dürfte nur selten als Zierpflanze angebaut werden, da es wohl die Konnotation eines Unkrautes besitzt. Nichtsdestotrotz können spontan aufkommende Pflanzen als Vor- und Erstfrühlingblüher den Garten bereichern und zeigen während der Saison bis zu den ersten Frösten immer wieder neue Blüten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Erodium cicutarium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/erodium-cicutarium.html am Tg.Mo.Jahr.

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