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Escallonia rubra (Ruiz. & Pav.) Pers. x montana Phil. 'Bergland'
Bergland-Eskallonie, Escalloniaceae - Eskalloniengewächse
Sommerblüher, VI–VIII, 120–250 cm, immergrün, mehrjährig

Escallonia rubra x montana 'Bergland' ist eine immergrüne, gärtnerische Züchtung wahrscheinlich aus den beiden chilenischen E. rubra und E. montana. Es sind Sträucher bis 250 cm mit überhängenden, sich locker verzweigenden, drüsig besetzten und flaumbehaarten Sprossachsen. Die Borke ist dünn, hellbraun und schilfert in schmalen, papierartigen Streifen. Die Laubblätter sind oval bis lanzettlich, gezähnt und oberseits kahl. Die Blüten erscheinen im Sommer, stehen in terminalen Rispen und haben weiß bis rosa farbene Kronblätter die zu einer Röhre verwachsen sind und am Ende aufklappen und abgerundet sind.
 

Abb. 1 Blüten und Laubblätter der Escallonia rubra in einer öffentlichen Pflanzung an der Viale Coppino in Sassari, Sardinien, Italien, 27.10.2017 Abb. 2 Die Früchte der Escallonia rubra x montana 'Bergland' stehen in Rispen, Privatgarten, 06.11.2015

Abb. 3 Die Borke der Escallonia rubra x montana 'Bergland' ist längsrissig, hellbraun bis weiß und mit Drüsen besetzt. Privatgarten, 06.11.2015 Abb. 4 Ovale, kurz gestielte und gezähnte Laubblätter der Escallonia rubra x montana 'Bergland'. Privatgarten, 06.11.2015

Abb. 5 Blüten und Laubblätter der Escallonia rubra in einer öffentlichen Pflanzung an der Viale Coppino in Sassari, Sardinien, Italien, 27.10.2017 Abb. 6 Immergrüner Strauch der Escallonia rubra in einer öffentlichen Pflanzung an der Viale Coppino in Sassari, Sardinien, Italien, 27.10.2017


Der Gattungsname Escallonia Mutis ex L. f. wurde von Mutis zu Ehren seines Freundes Antonio Escallón y Flórez (1739–1819) etabliert, der ein kolumbanischer Wissenschaftler und Pflanzensammler war. Das Epitheton rubra stammt von lat. "ruber" (= rot) und beschreibt die Blütenfarbe, das Epitheton montana stammt von lat. "montanus" (= Bergs-) und beschreibt den Naturstandort der Art.

Escallonia rubra x montana 'Bergland' ist eine immergrüne Eskallonie aus Südamerika, die bis Z 7b winterhart ist und seit > 20 Jahren im Tropengarten ohne Schutz erfolgreich angebaut wird. In harten Wintern wirft sie Teile der Belaubung ab und kann etwas zurückfrieren, regeneriert aber gut. Mit ihren zart rosa und weißen Blüten imponiert sie im Sommer und bietet mit ihren bogenförmigen, immergrünen Zweigen auch in der kalten Jahreszeit einen Blickfang. Die Ansprüche an den Boden sind für eine Südamerikanerin gering, lediglich zu kalkhaltige Standorte sollten vermieden und stark verdichtete Böden aufgebessert werden. Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Platz, immer leicht feucht. Die Pflanzen sind gut schnittverträglich und können daher auch als Hecke gesetzt werden. Etwa 3–4 Pflanzen pro laufendem Meter sind ausreichend. Die Sichtschutzhöhe beträgt nach einigen Jahren bis 150 cm.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Escallonia rubra x montana 'Bergland'. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/escallonia.html am Tg.Mo.Jahr.

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